Szenenfoto "Ichglaubeaneineneinzigengott. (Credoinunsolodio.)" - Frau neben Gitterstäben Szenenfoto "Ichglaubeaneineneinzigengott. (Credoinunsolodio.)" (Foto: Diana Küster)

Wenn Religionen aufeinander prallen

Am Reformationstag startet die neue Aufführungsserie von Stefano Massinis Monolog "Ichglaubeaneineneinzigengott. (Credoinunsolodio.)" in der Box des Schauspiel Essen. Der Eintritt kostet 17 Euro.

24.10.2017

Von Fanatikerinnen und Fanatikern gesteuerte Kleintransporter rasen durch Fußgängerzonen und überfahren zufällig anwesende Passantinnen und Passanten, Selbstmordattentäterinnen und -attentäter reißen Supermarktkundinnen und -kunden mit in den Tod oder selbsternannte Gotteskriegerinnen und -krieger feuern mit Sturmgewehren auf friedliche Konzertbesucherinnen und -besucher. Beinahe täglich erreichen uns Schreckensmeldungen über Terroranschläge. Und meistens berufen sich die Mörderinnen und Mörder auf religiöse Motive. So auch im Nahen Osten. Vor dem Hintergrund des andauernden Konflikts zwischen Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten hat der italienische Autor Stefano Massini das Stück "Ichglaubeaneineneinzigengott. (Credoinunsolodio.)" geschrieben. Für die Wiederaufnahme der Inszenierung von Regisseur Sascha Flocken hat sich das Schauspiel Essen ganz bewusst den Reformationstag ausgesucht: Am Dienstag, 31. Oktober, spielt die Schauspielerin Stephanie Schönfeld ab 19 Uhr in der Box erstmals wieder diesen 2010 entstandenen Monolog.

Massini erzählt von drei Frauen, die in Israel und im Gazastreifen leben und arbeiten: Da ist zum einen die 50-jährige liberale Professorin Eden Golan, die in Jerusalem jüdische Geschichte lehrt und als Mitglied im Komitee "für den Dialog" vor übersteigertem Nationalismus warnt. Als sie nur knapp einem Selbstmordattentat entgeht, kommen ihr allerdings Zweifel. Außerdem geht es um die 20-jährige Palästinenserin Shirin Akhras, die an der Islamischen Universität Gaza die Geschichte Palästinas studiert und Märtyrerin werden will. Und dann gibt es noch Mina Wilkinson, eine 40-jährige amerikanische Soldatin, die in der Krisenregion stationiert ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als in ihre Heimat zurückkehren zu können. Die Lebensentwürfe der drei Frauen könnten unterschiedlicher kaum sein, als aber ihre verschiedenen Kulturen und Religionen aufeinanderprallen und zu explodieren drohen, wird deutlich, dass sie ein und dasselbe Schicksal teilen.

Vor der Aufführung bietet Dramaturgin Carola Hannusch ab 18:30 Uhr im Casa-Foyer eine Einführung an. Im Anschluss an die Vorstellung laden Stephanie Schönfeld und Carola Hannusch die Zuschauer zu einem Publikumsgespräch ein.

Weitere Termine: 2., 22. November, 23. Dezember; jeweils um 19 Uhr in der Box.

Eintritt: 17 Euro. Karten unter +49 201 81 22200, www.schauspiel-essen.de oder an der Abendkasse.

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