Brücke in Bochum Die Pontonbrücke in Dahlhausen. Foto: Stadt Bochum

Auto vor der Auffahrt auf die Pontonbrücke. Die Stadt Bochum startet einen Fahrversuch auf der Pontonbrücke. Foto: Stadt Bochum

Fahrversuch soll Situation auf der Dahlhauser Pontonbrücke entschärfen

23.10.2017

Ab heute (23.10.) startet die Stadt Bochum an der Dahlhausener Pontonbrücke einen sogenannten Fahrversuch mit dem Ziel, die Schwimmbrücke für schwere Lkw zuverlässig unpassierbar zu machen, sie gleichzeitig für "normale Fahrzeuge" (bis 3,5 Tonnen) wieder in beide Richtungen zu öffnen. Die Anliegerstädte Hattingen und Essen begrüßten den Testbetrieb. Wie die Stadt Bochum hoffen sie, dass damit eine Lösung für die Verkehrsverbindung über die Ruhr gefunden ist.

Im Zuge des für zunächst fünf Wochen geplanten Fahrversuchs ist auf der Lewackerstraße eine Einbahnstraßenregelung von Linden in Richtung Dahlhausen eingerichtet. Radfahrerinnen und -fahrer können diese Einbahnstraße jedoch auch in entgegengesetzter Richtung befahren. Hierdurch können auf der Bochumer Seite nur aus einer Fahrtrichtung die motorisierten Fahrzeuge nach links auf die Brücke in Richtung Hattingen einbiegen. Um an dieser Stelle das Befahren mit zu schweren Fahrzeugen zu verhindern, engen tonnenschwere Betonquader auf der Fahrbahn diese Kurve ein. In Fahrtrichtung Bochum können Fahrzeuge nur noch nach links auf die Lewackerstraße abbiegen.

Diese Variante ist das Ergebnis der Auswertung von Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bochum. Die Ergebnisse wurden im Anschluss mit den ebenfalls betroffenen Kommunen Hattingen und Essen sowie dem Ennepe-Ruhr-Kreis abgestimmt. Sollte der Fahrversuch zeigen, dass es sich um eine praktikable Lösung handelt, soll diese in eine dauerhafte umgewandelt werden.

Zum Hintergrund:

Die Schwimmbrücke Dahlhausen (früher auch Eggemannsche Schwimmbrücke genannt) ist eine Fußgänger- und Straßenbrücke über die Ruhr an der Stadtgrenze zwischen Bochum, Essen und Hattingen.

Die über die Brücke führende Straße verbindet Bochum über Hattinger Stadtgebiet mit dem Essener Stadtteil Burgaltendorf und, über einen Abzweig, mit den Hattinger Ortschaften Dumberg und Niederwenigern.

Eine erste Pontonbrücke an diesem Ort wurde im Frühjahr 1899 eröffnet. Zuvor übernahm eine Fähre den Transport von Fuhrwerken und Personen. Die Witwe des Wirtes Eggemann aus Duisburg erhielt in Düsseldorf die Genehmigung für den Bau der Brücke. Auf der Dumberger beziehungsweise Altendorfer Seite - der Essener Stadtteil Burgaltendorf war bis zur Eingemeindung 1970 die selbständige Gemeinde Altendorf (Ruhr) - befand sich ein Kassenhäuschen mit Schranke. Die staatlich genehmigte Gebühr betrug 5 Pfennige, was ihr im Volksmund den Namen "5-Pfennigs-Brücke" einbrachte.

Die Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg am 18. Mai 1943 (Bombardierung der Möhnetalsperre) stark beschädigt und nur provisorisch wieder aufgebaut. 1959 ersetzte man sie endgültig durch die jetzige Brücke etwa 50 Meter weiter flussabwärts.

Die rund 90 Meter lange und rund 147 Tonnen schwere Brücke ruht auf Pontons anstelle von Brückenpfeilern. Abhängig vom Wasserstand verändert sie ihre Höhenlage. Bei Hochwasser wird sie aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine feste Brücke ist an dieser Stelle kaum realisierbar, da hierfür die Ufer um einige Meter angehoben werden müssten.

Die Brücke ist so konstruiert, dass es die Möglichkeit gibt, einen Teil der Brücke auszuschwenken, um die Ruhr für Schiffsverkehr passierbar zu machen. Der südliche Teil der Brücke kann mittels Seilwinden flussaufwärts geschwenkt werden und ermöglicht es so Schiffen die rund 200 Meter entfernte Ruhrschleuse Dahlhausen anzulaufen.

Der Straßenverkehr über die einspurige Brücke wird durch eine Ampel geregelt. Probleme an den Lagern und Bolzen der Brücke machten es ab Oktober 2005 erforderlich, für die täglich etwa 3.500 Pkw eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 10 Kilometern pro Stunde einzuführen. Weiterhin dürfen seitdem nur noch Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen die Brücke befahren.

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