Podiumsdiskussion in der Kreuzeskirche. Thema: "Meine Zukunft."

Ist die Wachstumsparty bald vorbei?

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 diskutierte in der Kreuzeskirche

20.11.2017

Topreferenten bei Kerzenlicht: Die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 lud am Donnerstag wieder zur Diskussionsrunde in die Kreuzeskirche ein. Das Thema diesmal: „Green Economy, Green Jobs – neue Wirtschaftsmodelle für die Zukunft oder alte Wege in grünem Gewand?“ Moderiert wurde der Abend von TV-Moderator und Meteorologe Sven Plöger. Die Keynote hielt der international renommierte Nachhaltigkeitswissenschaftler Prof. Dr. Niko Paech unter dem Titel „Zukunftsfähig ist nur eine Wirtschaft ohne Wachstum“. Für Einstimmung und Zusammenfassung sorgte Poetry Slamer Jason Bartsch von WortLautRuhr. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte Klangkünstler Christof Schläger mit seiner mechanischen Klangmaschine.

„Nachhaltigkeitsfragen haben längst Einzug gehalten in unsere Wirtschaft. Unternehmen denken um, stellen sich umweltbewusst auf, entwickeln neue, ressourcenschonende Produkte. Doch ob das wirklich ausreicht, um Megatrends wie Sharing, Digitalisierung und Klimawandel zu begegnen, ist fraglich“, sagte Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Wenn es nach Prof. Dr. Niko Paech geht, ist das nicht nur fraglich, sondern längst entschieden. Deutlich formulierte er, dass eine Wirtschaft ohne Wachstum definitiv komme – die Frage sei nur, ob nachhaltig geplant und vorbereitet oder als Kollaps: „Nachhaltigkeit ist das Überlebensprogramm für die menschliche Zivilisation.“ Das Teilen von Gebrauchsgegenständen wie Waschmaschinen, die Verlängerung der Haltbarkeit beispielsweise von Kleidung und Geräten durch Reparieren und die eigenständige Produktion in Urban Gardening-Projekten seien Wege, wie man in Zukunft in einer Gesellschaft mit weniger Konsum und Wachstum krisenstabil miteinander leben könnte.

Als Gäste auf das Podium waren außerdem Prof. Dr. Stefan Heinemann (Prorektor Kooperationen, FOM Hochschule), Dr. Heinrich Herbst (Leiter des Kompetenznetzwerks Umweltwirtschaft.NRW) und Franz Roggemann (Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung, IHK Essen) geladen. In der Diskussion ging es vor allem um die Zukunft der Umweltwirtschaft, die Standortvorteile Nordrhein Westfalens, die sich vor allem im Infrastruktursystem und in der vielseitigen Hochschullandschaft zeigen, und darum, wie wir in Zukunft leben werden.

Veranstaltungsreihe sorgte für neue Diskurse

Insgesamt fünf Mal kamen im Jahr 2017 Expertinnen und Experten beispielsweise aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft miteinander ins Gespräch und beleuchteten dabei die einzelnen Themenfelder des Titeljahres aus unterschiedlichen Richtungen. „Der Blick von außen sollte neue Diskurse ermöglichen, die wiederum Impulse für die Entwicklung der Stadt Essen geben. Wenn ich auf die Veranstaltungen zurückblicke, sind wir diesem Anspruch gerecht geworden: Die Diskussionen haben auf vielen Ebenen eine tiefergehende Auseinandersetzung angestoßen“, sagt Simone Raskob. „Mein Grün“ war das Thema des Auftakts – es folgten „Mein Einkauf“(11.05.), „Meine Flüsse“ (13.07.), „Meine Wege“ (17.09.) und „Meine Zukunft" (16.11.). Am 18. Januar 2018 wird es noch eine weitere Podiumsdiskussion an gleicher Stelle geben: „Reflexion und Ausblick“ heißt es dann. Sven Plöger begrüßt dann Akteure der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017.

Herausgeber:

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017
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45128 Essen
Telefon: +49 201 88 82301
Fax: +49 201 88 9182309
E-Mail: media@egc2017.essen.de
URL: www.essengreen.capital

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