Bad am Thurmfeld - Gutachten empfiehlt Nachrüstungen, lässt Schuldfrage aber offen

21.11.2017

Im heutigen Ausschuss für die Sport und Bäderbetriebe (21.11.) wurde ein aktueller Sachstand zur Schadensklärung im Bad am Thurmfeld vorgestellt. Das eingereichte Gutachten klärt nicht eindeutig, wie der Schaden entstanden ist und muss daher überarbeitet werden. Empfehlungen für Nachrüstungen wurden von den Beteiligten bereits aufgegriffen und in Auftrag gegeben.

Gutachten und Kosten

Der Gutachter des Büros Aqua Consulting hat in seinem Bericht vom 17. August zu wesentlichen Fragen Stellung genommen. Die Auftraggeber Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE), die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), sowie die ausführende Firma Pellikaan waren sich nach Vorlage dieses Gutachtens einig, dass die inhaltlichen Darstellungen nicht dazu führen, die Schadensursache bzw. den Verantwortlichen eindeutig zu identifizieren und Schadenersatzansprüche zu stellen. Am 20. Oktober hat eine Gesprächsrunde mit dem Gutachter und den Auftraggebern stattgefunden, um das Gutachten zu erörtern. Im Anschluss daran wurde der Gutachter beauftragt, seine Berichtsfassung zu präzisieren. Das finale Gutachten liegt bisher noch nicht vor.

Die Kosten für die bisherigen Reparaturen bzw. die erforderlichen Nachrüstungen belaufen sich auf ca. 150.000 Euro. Darin sind die Kosten für den Gutachter von rund 20.000 Euro bereits enthalten. Wer die Kosten übernehmen muss, ist noch nicht geklärt. Nur für die Gutachterkosten wurde bereits vereinbart, dass diese zu jeweils einem Drittel von den Auftraggebern SBE, EVV und der Firma Pellikaan gezahlt werden.

Die von der Schließung des Bades betroffenen Vereine haben bisher keine Entschädigung für entgangene Trainingszeiten oder Kursausfälle geltend gemacht. Sollten entsprechende Anträge eingehen, werden die Sport- und Bäderbetriebe diese wohlwollend prüfen.

Weiteres Vorgehen

Seit Juli läuft das Bad am Thurmfeld weitgehend störungsfrei. Die vom Gutachter beschriebenen, erforderlichen Nachrüstungen wurden von den Sport- und Bäderbetrieben bereits in Auftrag gegeben. Einige Teile werden voraussichtlich Anfang Dezember geliefert und montiert, der Rest im Januar 2018. Der Einbau kann während des laufenden Betriebs erfolgen, eine Schließung des Bades ist dafür nicht erforderlich.

Weiterhin soll im Rahmen eines Beratervertrages das Büro Aqua Consulting den Betrieb des Bades für die nächsten zwei Jahre begleiten, um einen erneuten Ausfall der technischen Anlagen auszuschließen. Sobald die finale Fassung des Gutachtens vorliegt, werden sich die beteiligten Akteure nochmals mit der Frage der Gewährleistungsansprüche auseinandersetzen.

Zum Hintergrund

Das Bad am Thurmfeld war wegen einem Ausfall der Filteranlage im Zeitraum vom 9. März bis 19. Juli diesen Jahres geschlossen. Unklar war bisher, warum die Filteranlage ausgefallen war und wer für den Schaden aufkommen muss.

Seit dem 15. Mai besteht zwischen den drei beteiligten Akteuren eine vertragliche Übereinkunft: Die Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE), der Generalübernehmer, die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), sowie die ausführende Firma Pellikaan haben sich auf einen gemeinsamen Gutachter verständigt, der die Ursache der Störung abschließend klären soll.

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