Eine Chance für Geflüchtete...

22 Jugendliche an Ausbildungsberuf "Medizinischer Fachangestellter" herangeführt

22.11.2017

Die Einbindung von Geflüchteten ins deutsche Ausbildungssystem ist ein zentrales Handlungsfeld für ihre gelungene wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration. Darüber hinaus wird auf diese Weise ein Beitrag dazu geleistet, den Fachkräftemangel abzumildern. Der Erfolg des Pilotprojekts "Eine Chance für Geflüchtete" zur Gewinnung von Geflüchteten für den Ausbildungsberuf "Medizinische/r Fachangestellte/r" zeigt, dass diesbezügliche Herausforderungen durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen gemeistert werden können.

Die Projektpartner Ärztekammer Nordrhein und ihre Kreisstelle Essen, KAUSA Servicestelle Essen, JobCenter Essen, Agentur für Arbeit Essen stellten im September 2017 rund 60 ausgewählte junge Geflüchtete bei 26 Arztpraxen beziehungsweise Krankenhäusern vor. Die Vorstellung fand in Form eines "Speed-Datings" mit terminierten und nicht terminierten Gesprächen statt. Ergebnis dieser Gespräche waren 14 Einstiegsqualifizierung-(EQ-)Plus-Verträge, zwei Ausbildungsverträge und zwei Bundesfreiwilligendienstverträge. Als "Nebenprodukt" des Projekts bekamen vier Geflüchtete Plätze im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege beim Alfried-Krupp-Krankenhaus. Voraussichtlich werden sie im Anschluss als medizinisch-technische Assistenten in die schulische Ausbildung aufgenommen.

Einstiegsqualifizierung als Tor zur Ausbildung

Die mitwirkenden Arztpraxen wurden von der Ärztekammer aufgerufen, die Geflüchteten im Rahmen der "Einstiegsqualifizierung Plus"-Maßnahme einzustellen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Bewerber an eine betriebliche Ausbildung heranzuführen. Dank dieser Maßnahme kann der Betrieb den Jugendlichen über einen längeren Zeitraum kennenlernen, während der Bewerber seine Kenntnisse in dieser Zeit verbessern und vertiefen kann. Die im Rahmen des Pilotprojekts eingestellten Jugendlichen erhalten darüber hinaus sprachliche und fachliche Förderung im Robert-Schmidt-Berufskolleg. Die Vergütung der Bewerber sowie die Sozialversicherungsbeiträge werden vom JobCenter Essen oder der Agentur für Arbeit Essen rückerstattet. Daher entstehen für die mitwirkenden Betriebe keine Kosten.

Passgenaue Bewerber ohne Rekrutierungskosten

Zur Rekrutierung der Kandidaten wurden die umfangreichen Bewerberdatenbanken und starken Netzwerke der KAUSA Servicestelle Essen und des JobCenters genutzt. Die interkulturell und multilingual besetzten Teams der Projektpartner wählten daraus fachlich geeignete und interessierte Kandidaten aus. Nach einer gemeinsamen Infoveranstaltung im JobCenter wurden die potenziellen Kandidaten auf die Speed-Dating-Termine eingeladen, die Mitte September an vier Tagen in den Räumlichkeiten des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) stattfanden. Die gut vorbereiteten und ausgewählten Kandidaten konnten zahlreiche Arztpraxen von Ihrer Ausbildungsreife und hohen Motivation überzeugen. Zwei Praxen boten zwei Kandidatinnen sogar direkt einen Ausbildungsvertrag an.

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