Mann hinter Rednerpult Sozialdezernent Peter Renzel bekannte sich in seiner Begrüßungsansprache zum Konzept „Familienzentrum“, das nicht nur die Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder beinhaltet, sondern der gesamten Familie ein zeitgemäßes Angebot unterbreitet. Foto: Peter Herzogenrath.

"Kooperation lässt sich nicht verordnen - sie muss gelebt werden"

Essener Familienzentren feiern zehnjähriges Bestehen

06.12.2017

Familien müssen zahlreiche Herausforderungen bestehen. Die Essener Familienzentren helfen mit vielfältigen, zeitgemäßen Angeboten und nehmen dabei nicht nur die Kinder in den Blick, sondern mit Informations-, Beratungs- und Freizeitangeboten die gesamte Familie. 2006 startete das Landesprogramm "Familienzentren NRW" mit dem Ziel, mit zertifizierten Familienzentren nicht nur die Kinder bestmöglich fördern, sondern auch Familien aus dem Umfeld umfassend zu beraten und zu unterstützen. In Essen nahmen die ersten Familienzentren im Sommer 2007 ihren Betrieb auf.

Bereits 110 Familienzentren in ganz Essen
Heute gibt es stadtweit ein Netz von rund 110 Kindertages-Einrichtungen, die als zertifizierte Familienzentren arbeiten, darunter Einzeleinrichtung oder Verbünde von Kindertageseinrichtungen und ihre Partner. Jetzt feierten die Akteure das zehnjährige Bestehen des erfolgreichen Konzeptes. Sozialdezernent Peter Renzel bekannte sich in seiner Begrüßungsansprache zum Konzept "Familienzentrum", das "mehr sei als nur eine Dienstleistung." Familienzentren würden eine Haltung verkörpern, die nicht nur die Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder beinhalte, sondern der gesamten Familie ein zeitgemäßes Angebot unterbreite und dabei das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stelle.

Renzel fordert verbesserte Personalausstattung
In Richtung des Landesministeriums und mit Blick auf das KiBiz-Änderungsgesetz forderte Renzel eine verbesserte Personalausstattung "ins Gesetz zu bekommen". Gudrun Schmidt, zuständige Referatsleiterin des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) NRW, bescheinigte Essen eine vorbildhafte Umsetzung des Landesprogramms. Besonders lobte sie die Verknüpfung der Konzepte Elternbildung und Familienzentren durch die Präventionsoffensive. "Die Intensität der Vernetzung ist beispielgebend für andere Kommunen", sagte Schmidt.
Ein Fachvortrag der Kinder- und Jugendtherapeutin Angela Felix, ein Filmbeitrag des Filmemachers Michael Hage, eine Podiumsdiskussion sowie eine Jonglage-Aufführung, mit der zwei Väter von Kita-Kindern die rund 200 geladenen Gäste begeisterten, rundeten die Feierlichkeiten ab.

Kooperation aller Stadtteilpartner wichtiges Erfolgsrezept
Jugendamtsleiter Ulrich Engelen betonte in seinem Schlusswort die Notwendigkeit der Kooperation der Familienzentren mit ihren Partnern in den Stadtteilen, darunter Erziehungsberatungsstellen, Soziale Dienste, des JobCenters und der Familienbildung der Verbände, ohne deren Einbindung diese ihre Aufgabe nicht erfüllen könnten. Kooperation, so Engelen, "lässt sich nicht verordnen – sie muss gelebt werden" und da seien die Essenerinnen und Essener auf dem richtigen Weg, so Engelen. Er dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Familienzentren für ihre engagierte Arbeit.

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