Dorota Walentynowicz - o.T., aus der Serie: Of the Blind Spots, 2011 - Barytpapier, 30 x 30 cm Dorota Walentynowicz - o.T., aus der Serie: Of the Blind Spots, 2011 - Barytpapier, 30 x 30 cm (Foto: Dorota Walentynowicz)

Lochkamera reloaded: Zwei junge Künstlerinnen bei "6 ½ Wochen" im Museum Folkwang

Ausstellung "Outside in - Inside out" vom 25. Januar bis 11. März im Museum Folkwang. Der Eintritt ist frei.

15.01.2018

Das Museum Folkwang zeigt vom 25. Januar bis 11. März 2018 fotografische Arbeiten der Künstlerinnen Dorota Walentynowicz und Nanna Krogh Lauritsen. Die Ausstellung "Outside in - Inside out" eröffnet in diesem Jahr die Reihe "6 ½ Wochen", die sich als junges Format erfolgreich etabliert hat und auch 2018 mit sechs Ausgaben fortgesetzt wird. In diesem Jahr konnte die Stiftung der Sparda-Bank West als neuer Förderer für die Präsentationen gewonnen werden. Zum Auftakt finden am Freitag, 26. Januar, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "6:30 p.m." ein Künstlergespräch und eine Performance statt.

Dorota Walentynowicz und Nanna Krogh Lauritsen durchkreuzen das Paradigma, nach welchem Fotografien genau das abbilden, was sich der Kamera in den Weg stellt. Sie stellen ihre eigenen Lochkameras her und ergründen mit ihren Arbeiten die gegensätzlichen Pole fotografischer Außen- und Innenwelten. Die Präsentation im Museum Folkwang zeigt 20 Werke der Künstlerinnen bei freiem Eintritt im zentralen Foyer-Ausstellungsraum. Dorota Walentynowicz baut ihre Lochkameras aus Materialien wie Karton und Holz, die Licht von verschiedenen Seiten eintreten lassen. Die zum Teil überlebensgroßen Kameras fangen Bewegungen im Ausstellungsraum ein und speichern sie auf einem gefalteten Negativ. Auf den Abzügen zeichnen sich die Knickspuren deutlich ab und konkurrieren so mit dem eigentlichen Bild der Außenwelt. Nanna Krogh Lauritsen nähert sich ihrer Motivwelt ebenfalls mit selbst gestalteten Kameras: Einerseits sind es Holzkästen mit mehreren Öffnungen, die nach der Entwicklung der Direktpositivpapiere kein Abbild, sondern Kreise unterschiedlicher Helligkeit in Konstellation von Sternbildern zeigen. Andererseits ist es das Fotopapier selbst, das gefaltet als Kamera und zugleich Bildträger funktioniert. Das Resultat - gewissermaßen ein Selfie - gleicht einer apparativen Selbstbefragung.

Dorota Walentynowicz (geboren 1977 in Danzig, Polen) studierte an der University of Arts in Posen sowie der Royal Academy of Art in Den Haag. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Video, Installation und Performance und erhielt verschiedene Stipendien, unter anderem vom MuseumsQuartier in Wien sowie dem Huygens Stipendienprogramm der Niederlande.

Nanna Krogh Lauritsen (geboren 1984 in Holstebro, Dänemark) studierte Fotografie in Kopenhagen, Glasgow, Göteborg und Leicester. In ihren praktischen Arbeiten erörtert sie die Möglichkeiten des fotografischen Papiers im Rahmen kameraloser Bildproduktion.

Information:
6 ½ Wochen
Walentynowicz – Lauritsen
Outside in - Inside out
25. Januar bis 11. März 2018
Der Eintritt ist frei.

Das Format "6 ½ Wochen" basiert auf kurzfristiger Planung und stellt unkompliziert und spontan sechs Mal im Jahr für 45 Tage Arbeiten und Positionen junger Künstlerinnen und Künstler vor. Der Ausstellungsraum liegt zentral im Foyer des Museum Folkwang.

Auftaktveranstaltung
Freitag, 26. Januar, 18:30 Uhr
6:30 p.m. with Dorota Walentynowicz and Nanna Krogh Lauritsen
Artist-Talk: Kuratorin Franziska Kunze im Gespräch mit Dorota Walentynowicz und Nanna Krogh Lauritsen.
Anschließend findet eine Konzert-Performance mit Dorota und Małgorzata Walentynowicz statt: Bat Jamming for two performers, one piano, two singing bowls and objects
Komposition: Elena Rykova
Anschließend im Foyer: Getränke und Vinyl mit DJ Simon Hildebrandt

"6 ½ Wochen" wird von der Stiftung der Sparda-Bank West gefördert.
Der Eintritt ist frei.

Herausgeber:

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
Telefon: +49 201 88 45160
Fax: +49 201 88 45123
E-Mail: yvonne.daenekamp@museum-folkwang.essen.de
URL: www.museum-folkwang.de

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