Modellprojekt startet

Vorteile für Arbeitgeber bei der Einstellung von Langzeitarbeitslosen

23.01.2018

Der schriftliche Bewilligungsbescheid der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg liegt jetzt vor: Das JobCenter Essen kann offiziell mit der Umsetzung des "Modellprojektes zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen" beginnen.

Ursprünglich von der vorherigen Landesregierung als Modellprojekt für die Einrichtung eines "Sozialen Arbeitsmarktes" in den Pilotstädten Essen, Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen geplant, wurde das Projekt um den Kreis Recklinghausen ergänzt und hat einen anderen Schwerpunkt erhalten: Es ist nun darauf ausgerichtet, Langzeitarbeitslose in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslosen im Rahmen des Projektes einen Arbeitsplatz anbieten, profitieren: Der Arbeitslohn wird über maximal 24 Monate mit bis zu 50 Prozent gefördert.

Die Arbeitgeber erhalten außerdem eine Pauschale in Höhe von 100 Euro pro Beschäftigungsmonat. Wird der Arbeitsvertrag mit dem Ende der Förderzeit verlängert oder entfristet, zahlt das JobCenter eine Prämie: im ersten Fall in Höhe von 3.000 Euro, im zweiten Fall sogar in Höhe von 5.000 Euro. Vor und während der Beschäftigung erhalten sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Unterstützung durch einen Coach.

250 Arbeitsplätze kann das JobCenter im Rahmen des Projektes auf diese Art und Weise fördern. Arbeitgeberberaterinnen und -berater des JobCenters akquirieren aktiv geeignete Arbeitsstellen. Grundsätzlich sind alle Tätigkeiten und Arbeitsfelder förderungsfähig, Vollzeit- ebenso wie Teilzeit-Arbeitsangebote.

Die Teilnehmenden sind durch einen Arbeitsvertrag abgesichert und erhalten die volle Sozialversicherung, inklusive des Anspruchs auf Arbeitslosenversicherung.

Das Gesamtvolumen des Projektes beträgt für die zweijährige Förderzeit fast 7,5 Millionen Euro. 80 Prozent trägt das Land. Die Stadt Essen selbst muss die weiteren 20 Prozent in Form eines Eigenanteils von beinahe 1,5 Millionen Euro finanzieren. Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand für Soziales, Arbeit und Gesundheit: "Jede einzelne Integration arbeitsloser Frauen und Männer in den ersten Arbeitsmarkt ist es wert, sich mit allen Kräften zu engagieren. Das hilft den Menschen, den Familien, Kindern und Jugendlichen. Und das ist auch gut für unsere Stadt."

Interessierte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber melden sich beim JobService Essen (JSE). Er ist der Ansprechpartner für Arbeitgeber im JobCenter Essen. Die Vermittlungsfachkräfte beraten Unternehmer und Betriebsleiter kostenfrei bei der Mitarbeitersuche. Sie stellen dem Arbeitgeber geeignete Bewerberinnen und Bewerber vor, informieren über Förderinstrumente und passende Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Erreichbar ist der JobService Essen unter Telefon: +49 201 88 56777.

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