Die EWG stellte ihre Ergebnisse aus dem Jahr 2017 vor: (v. l.) Andreas Hill, Claudia Peters (beide EWG), Dietmar Woyciniuk (TECHNO-PARTS GmbH), Jochen Fricke (EWG), Peter Espei (TECHNO-PARTS GmbH), Berthold Leise (EWG). Foto: EWG

Die Essener TECHNO-PARTS GmbH produziert und vertreibt Dichtungssysteme für Hydraulik, Pneumatik, Chemie- und Anlagenbau. Foto: TECHNO-PARTS GmbH

Essener Wirtschaftsförderung zieht Bilanz für 2017

23.01.2018

Regelmäßig zu Beginn des Jahres lädt die EWG - Essener Wirtschaftsförderung zu ihrem Jahrespressegespräch, um über die von den Essener Wirtschaftsförderern erfolgreich abgeschlossenen Projekte des Vorjahres zu informieren.

In diesem Jahr präsentierte die EWG ihre Ergebnisse bei der Essener TECHNO-PARTS GmbH. Das eigentümergeführte Unternehmen mit über 70 Mitarbeitern produziert und vertreibt Dichtungssysteme für Hydraulik, Pneumatik, Chemie- und Anlagenbau. Die Dichtungen kommen unter anderem in der Lebensmittelbranche zum Einsatz. Die größten Dichtungsringe mit einem Durchmesser von rund 3,50 Meter werden in Windkraftanlagen eingesetzt. Die Essener Wirtschaftsförderung betreut TECHNO-PARTS seit mehr als 30 Jahren. Bereits im Jahr 1985 verkaufte sie ein rund 4.700 m² großes Grundstück an der Bottroper Str. 81 im Gewerbegebiet Brauck an das Unternehmen. 2008 folgte der Kauf eines weiteren rund 2.200 m² großen Grundstücks am gleichen Standort – und das erfolgreiche Unternehmen wächst weiter. Aktuell spricht die Wirtschaftsförderung mit TECHNO-PARTS über eine zusätzliche Erweiterungsfläche.

Essener Unternehmen, insbesondere auch den Mittelstand, bei Investitions- oder Expansionsvorhaben am Standort zu betreuen, bei der Suche nach Immobilien und Grundstücken sowie bei behördlichen Genehmigungsverfahren zu unterstützen, gehört zum Aufgabenfeld der EWG. Darüber hinaus ist sie in den Bereichen der Fördermittel- und Gründungsberatung sowie der Innovationsförderung tätig, vermittelt Kontakte, Netzwerke, Kooperationen, unterstützt Unternehmen bei den Herausforderungen des digitalen Wandels und vieles mehr. Ob Essener Unternehmen oder ansiedlungswillige Unternehmen: Die EWG fungiert als zentrale Anlauf- und Servicestelle für die Wirtschaft. Durch ihre Tätigkeit trägt die EWG dazu bei, die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung Essens zu stärken, die Grund- und Gewerbesteuereinnahmen zu steigern sowie Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.

12.500 Arbeitsplätze und über 770 Mio. € Investment in sieben Jahren

Im Jahr 2017 konnte die Essener Wirtschaftsförderung 149 Projekte erfolgreich abschließen – so viele wie seit 2011 nicht mehr. Damit verbunden waren insgesamt 1.168 neue und gesicherte Arbeitsplätze. Mehr als die Hälfte davon entfallen auf Unternehmen, die – unterstützt durch die EWG – ihren Sitz im letzten Jahr nach Essen verlagert haben. Darunter auch die CCC Digital GmbH, die im Auftrag von Facebook strafbare oder beleidigende Einträge aus dem Online-Netzwerk entfernt. So stieg die Zahl der mit den Neuansiedlungen verbundenen Arbeitsplätze im Vergleich zum Jahr 2016 von 374 auf 661.

Wie auch in den Vorjahren gewinnt die Betreuung von bereits ansässigen Unternehmen weiterhin an Bedeutung: Hier schlossen die Essener Wirtschaftsförderer im letzten Jahr 121 Projekte erfolgreich ab – 29 Projekte mehr als im Jahr 2016. Durch die Tätigkeit der Essener Wirtschaftsförderung konnten im Rahmen der Bestandspflege 507 Arbeitsplätze bei Essener Unternehmen gesichert und neu geschaffen werden. Aufgrund der angespannten Flächensituation ist die Zahl der neuen und gesicherten Arbeitsplätze bei den von der EWG betreuten Essener Unternehmen zurückgegangen. Gleiches gilt für das Investitionsvolumen und die gewerblichen Grundstücksflächen. Die EWG verkaufte und vermittelte sechs gewerblich nutzbare Grundstücksflächen in einer Gesamtgröße von rund 4,0 ha und damit rund 3,2 ha weniger als im Vergleich zum Vorjahr.

Dennoch waren mit den von der EWG betreuten Projekten, inklusive der Beratungs- und Investitionsförderprojekte, Investitionen in Höhe von rund 39,1 Mio. € am Standort Essen verbunden. Noch beindruckender ist das Gesamtergebnis der letzten sieben Jahre: Von 2011 bis 2017 haben die Essener Wirtschaftsförderer dazu beigetragen, rund 12.500 Arbeitsplätze in Essen zu sichern und zu schaffen. Die durch die Projekte ausgelösten Investitionen in diesem Zeitraum belaufen sich auf über 770 Mio. €. Auch die aktuelle Angabe zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die sich auf Juni 2017 bezieht, zeigt Positives: Zu diesem Zeitpunkt waren 240.680 SV-Beschäftigte in Essen tätig. Das sind 29.585 SV-Beschäftigte mehr als im Juni 2007. Damit behauptet Essen weiterhin seine Stellung als attraktiver und größter Arbeitsplatzstandort im Ruhrgebiet.

Die Digitalisierung im Fokus

Wichtiges Thema bei den Unternehmen und folglich auch bei der EWG ist die fortschreitende Digitalisierung, die sich auf die Geschäftsmodelle und die Wertschöpfungsprozesse auswirkt. Bei den Herausforderungen des digitalen Wandels unterstützt die EWG Essener Unternehmen. Die vielfältigen Angebote, die in enger Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung erwachsen sind, helfen Unternehmen dabei, Digitalisierungsprozesse anzuschieben und nachhaltig umzusetzen. Dazu zählen Projekte wie das von der EWG initiierte Camp.Essen und der ruhr:HUB, die die Digitalisierung der Wirtschaft in Essen vorantreiben und die Attraktivität Essens für innovative und digitale Start-ups steigern. Auch in puncto tragfähige Infrastruktur für die Digitalisierung ist die EWG aktiv und forciert den flächendeckenden und zukunftsfähigen Breitband-Ausbau in Essen. Im letzten Jahr konnten durch die tatkräftige Unterstützung der EWG Fördergelder in zweistelliger Millionenhöhe generiert werden, so dass der Ausbau des Essener Glasfasernetzes in diesem Jahr beginnen kann.

Essen wächst in Zukunft weiter

In Essen ist also viel Bewegung und das betrifft auch den Immobilienmarkt: Ob Brenntag, ista, BITMARCK, RAG oder NOWEDA: Das Jahr 2017 war von Fertigstellungen von Büroprojekten geprägt. Dynamisch weiter geht es auch in 2018. Dann wird die FUNKE MEDIENGRUPPE mit rund 1.000 Mitarbeitern den neuen rund 37.000 m² großen Gebäudekomplex im Universitätsviertel - grüne mitte Essen beziehen. Im 1. Halbjahr plant DEICHMANN die Fertigstellung seines neuen Büro- und Verwaltungsgebäudes und auch die opta data Gruppe expandiert am Standort Essen. Zudem starten ALDI Nord, innogy und RWE ihre beindruckenden Bauprojekte.

Gute Aussichten und viel Zukunft also für den Wirtschaftsstandort Essen.

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