Stadt plant neuen Gesamtschulstandort an der Erbslöhstraße

Ratsentscheidung wird im Juni erwartet

09.05.2018

Die Stadt Essen plant aufgrund der hohen Nachfrage nach Gesamtschulplätzen den Bau und die Gründung einer neuen Gesamtschule an der Erbslöhstraße in Altenessen-Süd. Ein Alternativstandort am Thurmfeld wurde ebenfalls geprüft.

Bereits zum Schuljahr 2018/2019 bestanden mehr Anfragen für Gesamtschulplätze als es Angebote in der Stadt Essen gibt. Insgesamt fehlten zum aktuellen Schuljahr 202 Plätze in dieser Schulform. Weil die Nachfrage bereits seit Jahren zunimmt, ist eine Entspannung der Lage dauerhaft nur mit dem Neubau einer weiteren, sechszügigen Gesamtschule zu erreichen. Diese soll im Essener Norden entstehen, weil der Bedarf hier besonders hoch ist und voraussichtlich noch weiter wachsen wird.

Das 38.0000 Quadratmeter große Gelände an der Erbslöhstraße in Altenessen-Süd ist aufgrund der direkten Anbindung an die U-Bahn und seine Einbindung in den Stadtteil besonders gut als Schulstandort geeignet. Ein Neubau an diesem Standort würde zunächst die aktuelle Situation der Gesamtschule Bockmühle in Altendorf sowie langfristig die Frida-Levy- und die Gustav-Heinemann-Gesamtschule entlasten.

Die Kosten für den Neubau würden nach derzeitigem Stand bei rund 51,2 Millionen Euro liegen.

Alternativstandort am Thurmfeld geprüft

Als Alternative zum Standort Erbslöhstraße hat die Verwaltung außerdem zwei Grundstücke am Thurmfeld im Nordviertel geprüft. Mit rund 27.000 Quadratmetern wäre eines der Grundstücke deutlich kleiner als die Fläche in Altenessen-Süd und bietet damit weniger Möglichkeiten, allen schulischen Belangen Rechnung zu tragen. Ein direkt angrenzendes Grundstück mit rund 28.500 Quadratmetern könnte in die Planungen einbezogen werden. Beide nebeneinanderliegenden Grundstücke sind grundsätzlich geeignet, um eine sechszügige Gesamtschule zu realisieren. Zu berücksichtigen ist hier ein Eintrag im Altlastenkataster der Stadt Essen. Eine Sanierung des Grundstückes müsste in die Zeitplanung miteinbezogen werden. Dies könnte dazu führen, dass mit einer Fertigstellung der Gesamtschule an diesem Standort frühestens 2026 gerechnet werden kann. Die Kosten für eine Sanierung müssten ebenfalls berücksichtigt werden.

Der Vorschlag der Verwaltung geht ab dem 9. Mai zur Beratung in die zuständigen Ausschüsse. Am 13. Juni wird der Rat der Stadt Essen entscheiden.

Vorhandene Gesamtschulstandorte stärken

Parallel zum Neubau einer weiteren Gesamtschule sollen darüber hinaus alle vorhandenen Gesamtschulstandorte gestärkt werden.

Der Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Schonnebeck läuft bereits und wird voraussichtlich 2020 abgeschlossen sein. Für die Frida-Levy-Gesamtschule mit ihrem Hauptstandort an der Varnhorststraße und der Dependance an der Hofterbergstraße in der Innenstadt soll eine bauliche Erneuerung unter Berücksichtigung einer räumlichen Optimierung angestoßen werden. Auch die Gesamtschule Nord soll baulich verbessert werden. Die Erich Kästner-Gesamtschule in Steele soll die Möglichkeit bekommen, den Schulstandort an der Frankenstraße für ihre Weiterentwicklung zu nutzen.

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