Frau betrachtet zwei gelbe Bilder Blick in die Ausstellung "Josef Albers. Interaction" (Foto: Kulturstiftung Ruhr)

Josef Albers - Die Magie der Ordnung

Letzter Vortrag zur aktuellen Ausstellung in der Villa Hügel, Essen. Eintritt zur Ausstellung und zum Vortrag beträgt 5 Euro.

24.09.2018

Es ist eine geometrische Form, an die viele zu allererst denken, wenn sie den Namen des Künstlers Josef Albers hören: das Quadrat. Wie vielschichtig, umfangreich und wegweisend sein Schaffen wirklich war, ist noch bis zum 7. Oktober in einer außergewöhnlichen Werkschau in der Villa Hügel, Essen, zu sehen. Neben Malerei, werden dort Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas und Fotografie im Zusammenspiel mit präkolumbischen Skulpturen aus der Sammlung von Josef und Anni Albers gezeigt.

Am Mittwoch, 3. Oktober, um 19 Uhr, findet der letzte Vortrag des Begleitprogramms zur Ausstellung statt. Zum Thema "Josef Albers – Die Magie der Ordnung" referiert in der Villa Hügel der renommierte Kunstwissenschaftler Prof. Dr. em. Gottfried Boehm.

Josef Albers war Künstler und Lehrer zugleich. Er erforschte – insbesondere in seiner umfangreichen Bildserie Homage to the Square – die Farbe in ihrer künstlerischen Dimension. Er wollte Farbe denken, suchte nach ihrem Gewicht, diskutierte mit seinen Studentinnen und Studenten über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: "Nur der Schein trügt nicht", schrieb er. Der einflussreiche Lehrer steht für eine Kunst, die neu zu sehen lehrt. Ein Thema des Vortrags von Gottfried Boehm ist die Frage nach dem Verhältnis des rational Feststellbaren und der Wirkung, die ein Kunstwerk beim Betrachter hervorruft, nach der Interaktion von Farben, Formen und Wahrnehmung. Eine Thematik, mit der sich Josef Albers selbst intensiv auseinandergesetzt hat.

Gottfried Boehm gilt als einer der wichtigsten Theoretiker der Kunstwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Er studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik, lehrte an den Universitäten Bochum, Gießen und Basel, wo er seit 2005 als Direktor den schweizerischen nationalen Forschungsschwerpunkt "Bildkritik/ Eikones" leitet. Böhm arbeitete zur Kunst- und Wahrnehmungstheorie der Renaissance, des 19. und 20. Jahrhunderts, zur zeitgenössischen Kunst sowie zu allgemeineren Fragen der Moderne.

Das Ticket für die Villa Hügel kostet 5 Euro. Es beinhaltet den Besuch der Ausstellung und des Vortrags. Bitte beachten: Plätze stehen nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. An den Veranstaltungstagen bleibt die Ausstellung jeweils bis zum Beginn des Vortrags geöffnet.

Josef Albers. Interaction, Villa Hügel, Essen, 16. Juni bis 7. Okt. 2018, www.josefalbers.villahuegel.de

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