Schulbaupreis NRW 2018 für das "Haus des Lernens" Schulbaupreis NRW 2018 für das "Haus des Lernens". Foto: Johannes Schmersahl

"Haus des Lernens" in Haarzopf gewinnt Schulbaupreis NRW 2018

25.09.2018

In guten Schulgebäuden lernt man besser. – Mit dieser Überzeugung haben das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen gestern (24.9.) in Bochum zum dritten Mal den "Schulbaupreis NRW" vergeben. 50 neue, umgebaute und erweiterte Schulgebäude waren zu dem Auszeichnungsverfahren eingereicht worden. Unter ihnen wählte eine unabhängige Fachjury unter Vorsitz der Münchener Architektin Ellen Dettinger zwölf Schulen als gleichrangige Preisträger aus. Einer davon ist das "Haus des Lernens" im Essener Stadtteil Haarzopf.

"Ich freue mich sehr, dass der Schulbaupreis NRW in diesem Jahr nach Essen geht. Beim Haus des Lernens sieht man deutlich, dass die Qualität der Architektur von Schulgebäuden einen nachhaltig positiven Einfluss auch auf die pädagogische Arbeit hat – und das Besondere in Haarzopf ist zudem, dass Kindergarten- und Schulkinder gemeinsam spielen und lernen können", sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin der Stadt Essen. Preisträger des Schulbaupreises sind neben der Immobilienwirtschaft der Stadt Essen (Bauherrin) die schmersahl biermann prüßner Architekten- und Stadtplaner-Part GmbH aus Bad Salzuflen (Architektur) und brandenfels landscape + environment aus Münster (Landschaftsarchitektur).

Seit August 2014 nutzen Kindergarten- und Schulkinder im naturnahen Essener Stadtteil Haarzopf an der Raadter Straße das "Haus des Lernens". Das als Essener Pilotprojekt erbaute Gebäude beherbergt rund 330 Schul- und 50 Kindergartenkinder und verbindet das Erleben von Kindergarten und Grundschule eng miteinander. Der zweigeschossige kompakte Neubau mit quadratischer Grundfläche verfügt über ein energetisch ausgereiftes Konzept und eine wirtschaftliche und kostengünstige Bauweise bei ansprechender und kindgerechter Architektur. Im unteren Geschoss befinden sich die Kindertagesstätte, Räume der Offenen Ganztagesbetreuung sowie das Forum und die Büroräume sowohl der Kita als auch der Schule mit der beide Einrichtungen versorgenden Küche. Der Schulunterricht findet im oberen Geschoss statt. Der alles verbindende überdachte Innenhof lässt viel natürliches Licht ins Gebäude und kann von allen Kindern genutzt werden. Ein großzügiges, mit hochwertigen Spielgeräten ausgestattetes Außengelände bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Spielen, Toben oder Entspannen. Das "Haus des Lernens" ist nach dem Erweiterungsneubau des Gymnasiums Essen-Überruhr das zweite Gebäude der Stadt Essen, das dem Passivhausstandard entspricht.

Die mit dem "Schulbaupreis NRW 2018" ausgezeichneten zwölf Schulen umfassen alle Schulformen und verteilen sich über das ganze Land Nordrhein-Westfalen, von Köln bis Lippstadt. Die Stadt Köln kann sich über zwei Auszeichnungen für neue bzw. erweiterte Schulbauten freuen. Auch ins Ruhrgebiet gingen eine Reihe von Auszeichnungen, so zwei nach Dortmund und eine nach Essen.

Jurybegründung Neubau Haus des Lernens, Essen

"'Alles unter einem Dach' lautete das Motto, unter dem eine Kindertagesstätte und eine dreizügige Grundschule mit Ganztag ihr neues Gebäude in Essen gestaltet haben. Dazu wurden in einem aufwendigen Beteiligungsprozess Kinder, Lehrkräfte und Eltern eingebunden. Das Ergebnis ist ein kompakter zweigeschossiger Baukörper, der im Erdgeschoss die 'Kleinen', also die Kita-Gruppen, den Ganztag und die gemeinsam genutzten Räume wie das Forum mit direkter Anbindung nach draußen beherbergt. Im Obergeschoss sind die Klassenräume der Grundschule als 'Klassenraum-Plus-Lösung' mit jeweils zuschaltbaren Differenzierungsräumen und dezentralen Toiletten untergebracht und um den großen 'Lichthof' in der Mitte des Baukörpers gruppiert. Großer Wert wurde auf die flexibel nutzbaren Verkehrsflächen mit hoher Aufenthaltsqualität und vielfältigen Blickbeziehungen gelegt. Eine Besonderheit sind auch die Klassenräume der Grundschule im Obergeschoss, die alle miteinander verbunden sind - eine Idee, die im Beteiligungsprozess entwickelt wurde – und das vielfältig bespielbare, verschiedene Szenarios erlaubende L-förmige Forum im Erdgeschoss.“

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