eine Frau und Mann halten sich an einem Gerüst fest Szenenfoto "„≈ [ungefähr gleich]" (Foto: Matthias Jung)

Wie geht’s hier ins System?

Premiere für "≈ [ungefähr gleich]" am 30. November in der Casa des Schauspiel Essen. Karten kosten 19 Euro.

22.11.2018

Jonas Hassen Khemiri zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern Schwedens. Nachdem in der Spielzeit 2014/ 2015 mit "Ich rufe meine Brüder" bereits ein Stück des 39-Jährigen am Schauspiel Essen gezeigt wurde, steht in dieser Saison ein weiterer Titel von ihm auf dem Programm: In "≈ [ungefähr gleich]" – die Premiere ist am Freitag, 30. November, um 19 Uhr in der Casa – beschreibt der in Stockholm geborene Sohn eines tunesischen Vaters und einer schwedischen Mutter die Zumutungen in der zur Markthalle gewordenen Welt. Kunstvoll verzahnt Khemiri die Schicksale von fünf Menschen, die den Anschluss an die ökonomische Entwicklung längst verloren haben und sich im Spannungsfeld zwischen Unterordnung und Rebellion dazu verhalten müssen.

Da ist zum einen Andrej. Er hat am Abendkolleg den Kurs "Grundlagen von Wirtschaft und Marketing" belegt und ist nun fest entschlossen, endlich "das System" kennenzulernen und sich mit seinem Traumjob seinen Platz darin zu sichern – hübsche Sekretärin und fette Firmenwagen inklusive. Nicht wie Peter, dieser Schnorrer, der mit Sicherheit kein Obdachloser, sondern ein Betrüger ist. Das System von innen heraus zu verändern, dazu ist wiederum Mani fest entschlossen und versucht, den Studierenden in seinen Vorlesungen das Genie und den Wahnsinn in Vergessenheit geratener Ökonomen zu vermitteln. Martina träumt unterdessen davon, die Stadt endlich hinter sich lassen zu können, um auf dem Land als Öko-Selbstversorgerin zu leben. Doch mit dem Job im Tabakladen wird sie das Geld dafür wohl nicht zusammen bekommen. Und dann ist da noch diese zweite Martina in ihrem Kopf, die nicht mehr warten will, sondern nehmen – nehmen, was ihr doch genauso zusteht wie den anderen auch! Freja schließlich würde sprichwörtlich über Leichen gehen, nur um wenigstens ihren alten Job zurückzubekommen.

Es spielen Alexey Ekimov, Henriette Hölzel, Melanie Lüninghöner, Stefan Migge, Philipp Noack und Sven Seeburg. Regie führt Magz Barrawasser, deren "Pussy Riots"-Abend in der Spielzeit 2016/ 2017 für reichlich Furore sorgte und zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen wurde. Bühne: Friederike Külpmann, Kostüme: Rabea Stadthaus, Dramaturgie: Carola Hannusch.

Eintritt bei der Premiere: 19 Euro.

Nächste Aufführungen: 6., 18., 27. Dezember 2018, 9. Januar 2019, jeweils 19:00 Uhr, Casa.

Kartenvorverkauf: Tel.: 0201/81 22-200, oder online unter www.schauspiel-essen.de

Herausgeber:

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Opernplatz 10
45128 Essen
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