Fünf Männer stehen für ein Gruppenfoto zusammen Oberbürgermeister Thomas Kufen in Rotterdam auf der Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) "Integration in (Groß)-Städten". Foto: Stadt Essen

KAS-Veranstaltung "Integration in (Groß)-Städten"

12.12.2018

Am Dienstag (11.12.) sprach Oberbürgermeister Thomas Kufen in Rotterdam auf der Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zum Thema "Integration in (Groß)-Städten". Weitere Redner waren Oliver Morwinsky (Mitarbeiter der KAS im Europabüro Brüssel) sowie Chris van Dam (Abgeordneter der Tweede Kamer in Rotterdam).

In seiner Rede verdeutlichte das Stadtoberhaupt zunächst die Situation in Essen. Demnach hätten 16 Prozent der Essener Bevölkerung keine deutsche Staatsbürgerschaft. Mit Beginn der Flüchtlingskrise seien innerhalb eines kurzen Zeitraums über 22.000 Menschen nach Essen gekommen, um hier eine neue Perspektive zu suchen. Während einerseits eine Überalterung der hiesigen Gesellschaft voranschreite, hätten mittlerweile rund 40 Prozent der unter 18-Jährigen in Essen eine Zuwanderungsgeschichte. Vor diesem Hintergrund sei die Bewältigung des Zuzuges und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund eine wesentliche Herausforderung der Stadt Essen.

Der Oberbürgermeister legte dar, dass die Stadt eine Reihe von Angeboten entwickelt und gefördert habe, die zur Integration von Neuankömmlingen beitrügen: Dazu zählten Sprachkursangebote, Informationen für frühkindliche Bildung und Schule, Berufsorientierung, Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie Bildungsangebote und Beratungsstellen für den Arbeitsmarkt. Nach der großen Aufgabe der Unterbringung von Geflüchteten, stehe Essen nun vor der Herausforderung, die Menschen mit Bleibeperspektive zu einem Bestandteil unserer Gesellschaft zu machen.

"Integration muss von zwei Seiten gelebt werden. Sie ist dann erfolgreich, wenn sie mit der aufnehmenden Gesellschaft erfolgt, nicht gegen sie. Es muss auch die Bereitschaft bei den Neuankömmlingen bestehen, sich in die Gesellschaft zu integrieren", sagte Thomas Kufen. Um den integrativen Bemühungen auch weiterhin adäquat zu begegnen und sie finanziell zu stemmen, müsse die Stadt Essen sich auch auf die Unterstützung auf landes-, bundes- sowie europäischer Ebene verlassen können, so der Oberbürgermeister.

Zum Hintergrund:

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ist eine bundesweit aktive politische Stiftung mit Auslandsbüros, die nach eigenen Angaben weltweit über 200 Projekte in über 120 Ländern betreut. Die Stiftung trägt seit 1964 den Namen des ersten Bundeskanzlers und ging aus der bereits 1955 gegründeten "Gesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit" hervor. National und international setzt sich die Stiftung durch politische Bildung für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ein.

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