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Innovatives IT-Projekt "LOUISA" hilft jungen Krebspatientinnen und -patienten am Uniklinikum Essen

13.12.2018

Mit "LOUISA" wird der Klinikalltag vieler junger Krebspatientinnen und -patienten im Universitätsklinikum Essen zukünftig interaktiver und smart unterstützt.

Ein innovatives IT-Projekt soll in Zukunft jungen Krebspatientinnen und -patienten im Krankenhausalltag zur Seite stehen. Auf diese Weise können Informationen über die eigene Krankheit, über Behandlungsabläufe und Wirkzusammenhänge vielschichtig, interaktiv und spielerisch erlebbar bereitgestellt werden – individuell zugeschnitten auf die Bedürfnisse krebskranker Kinder und Jugendlicher. Möglich wird dieses Projekt der Kinderonkologie der Universitätsmedizin Essen am Universitätsklinikum Essen durch eine großzügige Förderung der Gert und Susanna Mayer Stiftung an die Stiftung Universitätsmedizin Essen.

Der Umgang mit digitalen Medien gehört zum Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen dazu. Das multimodale System LOUISA bedient genau diese Nutzungspräferenzen. Lernen – Orientieren – Unterhalten – Informieren – Simulieren – Austauschen: Aus den Anfangsbuchstaben der thematischen Schwerpunkte ergibt sich der Name des Projektes. Die einzelnen Module enthalten digitale Angebote, die auf informative, spielerische und innovative Art und Weise miteinander verbunden werden können. Die Kinderonkologie der Universitätsmedizin Essen entwickelt mit LOUISA eine neuartige Möglichkeit virtueller Unterstützung, wie auch Wolfgang Sandow, Vorstandsvorsitzender der Gert und Susanna Mayer Stiftung, weiß: „LOUISA ist in Deutschland bis jetzt einzigartig. Umso mehr freuen wir uns, dieses Projekt finanziell zu ermöglichen und auf diese Weise die krebskranken Kinder in der Kinderonkologie der Universitätsmedizin Essen zu unterstützen.“ Werner Hillebrand, Vorstand der Gert und Susanna Mayer Stiftung, ergänzt: „Dieses Angebot schult die Kinder und Jugendlichen im Umgang mit der eigenen Krankheit und kann ihnen dabei helfen, Ängste zu reduzieren und Fragen zu beantworten.“

Wann ist meine nächste Behandlung? Was wird da überhaupt gemacht und warum? Diesen und vielen anderen Fragen stellt sich das im deutschsprachigen Raum bis jetzt einzigartige IT-Projekt LOUISA für mobile Endgeräte.

Eine Krebserkrankung verändert die Lebenssituation der Betroffenen sowie ihrer Familien grundlegend. Ängste, Unsicherheiten und Fremdbestimmung sind dabei nur einige der Herausforderungen, denen sich die jungen Patientinnen und Patienten plötzlich stellen müssen. Gegenwärtige Therapie- und Pflegeangebote reichen bisher nicht aus, um die Heilungsprozesse der Kinder und Jugendlichen auch psychosozial optimal zu unterstützen und auf diese Weise die Versorgungsqualität der Betroffenen maßgeblich zu verbessern. An diesem Punkt setzt LOUISA an.

Möglich macht dieses Pilotprojekt eine großzügige Förderung der Gert und Susanna Mayer Stiftung in Höhe von bis zu 1.695.000 Euro. Die Mayer Stiftung setzt sich unter anderem für die Verbesserung der kinderonkologischen Versorgung und die Unterstützung von betroffenen Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen ein. „Wir wissen, wie belastend ein Krankenhausaufenthalt für Kinder und Jugendliche sein kann. Sie sind länger von ihren Familien getrennt, müssen zahlreiche Untersuchungen durchlaufen und verbringen viel Zeit mit Warten. LOUISA kann dabei eine hilfreiche Ergänzung für die Betroffenen sein“, so Dr. Eva-Maria Rief, Geschäftsführerin der Gert und Susanna Mayer Stiftung.

Prof. Dr. Dirk Reinhardt, Direktor der Klinik für Kinderheilkunde III (Onkologie), und Dr. Oliver Basu, Oberarzt in der Kinderklinik III, sind sich einig, dass LOUISA von den Kindern und Jugendlichen gut angenommen wird: „Ziel des Einsatzes von LOUISA ist die Reduktion von Angst, Unsicherheit und Isolation sowie die Stärkung des Autonomieempfindens der Betroffenen, des Vertrauens in die Behandlung und eine Verbesserung des Informationsaustausches zwischen Patient und medizinischem Personal.“

Das Universitätsklinikum Essen geht im Zuge der Digitalisierung mit großen Schritten voran und stellt den jungen Patientinnen und Patienten eine moderne Möglichkeit der Informationsbeschaffung und Interaktion zur Verfügung. Im Zuge der Hinwendung zu weiteren digitalen Innovationen und der Ausrichtung als „Smart Hospital“ der Zukunft kann das Patientenportal LOUISA ein Meilenstein sein, der die Betroffenen noch stärker in den Fokus rückt. Die Gestaltung und die Funktionen des Systems, das maßgeblich über eine Applikation gesteuert wird, richten sich nach ihren Nutzern und haben damit die Bedürfnisse der jungen Patienten im Blick. „Kinder und Jugendliche ziehen ihre Informationen schon lange aus digitalen Medien und nutzen die damit verbundenen Möglichkeiten intuitiv. LOUISA ist somit ein echter Gewinn für unsere kinderonkologischen Stationen“, hält Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen, fest.

Einzelne Bausteine wie Aufklärungsvideos, eine Indoor-Navigation, Health Games, Virtual-Reality-Anwendungen oder auch ein Patiententagebuch ergeben gemeinsam ein umfassendes multimodales System. Thorsten Kaatze, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Essen, hebt hervor: „Auf diese Weise können Informationen über die eigene Krankheit, über Behandlungsabläufe und Wirkzusammenhänge vielschichtig, interaktiv und spielerisch erlebbar bereitgestellt werden.“

LOUISA wird die jungen Patientinnen und Patienten in Zukunft während ihres Krankenhausaufenthaltes und darüber hinaus begleiten – im Rahmen der medizinischen Grundversorgung keine Selbstverständlichkeit. Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Universitätsmedizin, erläutert: „Durch den Einsatz von LOUISA können die Versorgungsprozesse der jungen Krebspatientinnen und -patienten maßgeblich verbessert werden. Die Geschäftsstelle der Stiftung Universitätsmedizin hat daher, in enger Zusammenarbeit mit Dr. Basu, dabei unterstützt, dessen Ideen und Vorarbeiten zu LOUISA in ein vollumfängliches Konzept in vorliegender Form zu überführen und begleitet das Projekt fortan. Ohne die Förderung der Gert und Susanna Mayer Stiftung wäre die Umsetzung von LOUISA jedoch nicht möglich. Umso dankbarer sind wir über das Engagement der Gert und Susanna Mayer Stiftung.“

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