Experten und Patienten sprachen in der Sparkasse Essen über das Thema Organspende. Foto: Claudia Anders, EWG

Experten und Patienten diskutieren über Organspende

13.12.2018

Unter dem Motto "Wissenschaft trifft Patient" sprachen Mediziner und Patienten am 10. Dezember 2018 in der Sparkasse Essen über das Thema Organspende. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung zu der Vortrags- und Diskussionsrunde, die die Initiative "Wissenschaftsstadt Essen" in Kooperation mit der Universitätsmedizin Essen veranstaltete.

Organspende ist ein gesellschaftlich wie auch fachlich kontrovers diskutiertes Thema, welches immer wieder die Gemüter erregt, insbesondere natürlich von höchster Relevanz für die Patienten. Fragen nach einer gerechten, rechtlich validen und auch wirtschaftlich leistbaren Versorgung mit Spenderorganen standen im Mittelpunkt der hochkarätig besetzen Dialogveranstaltung.

Nach der Begrüßung durch Helmut Schiffer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Essen, und den einleitenden Worten von Prof. Dr. Kurt Werner Schmid, stellvertretender ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen, erläuterte Dr. med. Ebru Yildiz, Oberärztin und Transplantationsbeauftragte des Universitätsklinikums Essen, die Abläufe bei einer Organspende und wies anhand aktueller Zahlen auf das Problem der im europaweiten Vergleich zu geringen Anzahl an Organspendefällen in Deutschland hin. Dr. Joachim Boldt, stellvertretender Leiter des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, widmete sich in seinem Vortrag den ethischen Aspekten und referierte über Hirntod, das Therapieziel Organspende und die entsprechende Aufklärung. Annette Rosowski, Projektassistenz im Institut für PatientenErleben des Universitätsklinikums Essen, legte daraufhin in ihren Ausführungen den Fokus auf die Belange der Patienten.

Betroffene Patienten berichten

Den Vorträgen der Experten folgte ein Interview mit zwei betroffenen Patientinnen. Sie berichteten von ihren Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen rund um die Organspende: Während eine von ihnen bereits vor sieben Jahren eine Spenderniere erhalten hat, steht die andere Patientin seit Kurzem auf der Warteliste.

In der anschließenden Diskussionsrunde unter der Moderation von Prof. Dr. Stefan Heinemann, Vorstandsvorsitzender der Initiative "Wissenschaftsstadt Essen", hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, sich einzubringen, Fragen zu stellen und mit den Experten und Patienten ins Gespräch zu kommen. Für Diskussionsstoff sorgten u. a. die Organspendebereitschaft in Deutschland und die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagene doppelte Widerspruchslösung, nach der jeder Mensch potenzieller Organspender sein soll, sofern er zu Lebzeiten nicht widerspricht oder die Angehörigen dies nach dem Tod ablehnen.

"Wissenschaft trifft ..."

Die Vortrags- und Diskussionsrunde unter dem Titel "Wissenschaft trifft Patient: Organspende, plötzlich Lebensretter. Vom Spender zum Empfänger: Der Weg einer Transplantation" war bereits die zweite Veranstaltung aus der Reihe "Wissenschaft trifft ...". Mit der Veranstaltungsreihe fördert die Initiative "Wissenschaftsstadt Essen", die bei der EWG - Essener Wirtschaftsförderung angesiedelt ist, Vernetzung und Dialog verschiedener gesellschaftlicher Bereiche mit der Wissenschaft in Essen. Die Veranstaltung "Wissenschaft trifft Kunst: Fotografie als Begehren" im Juni 2018 im Museum Folkwang markierte den Auftakt der Reihe.

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