Untersuchungen an der Helmstraße in Essen-Frintrop – Ursache für Rissbildungen steht nun fest

17.12.2018

Die Untersuchungen zu den Rissbildungen an den Häusern in der Helmstraße in Essen-Frintrop sind größtenteils abgeschlossen. Im Zeitraum von Mitte August bis Anfang Dezember wurden durch die DMT GmbH & Co. KG (DMT) aufwendige Untersuchungen durchgeführt, um die Ursachen für die Rissbildungen an einzelnen Häusern in der Helmstraße im Sommer dieses Jahres aufzuklären. Als Ursache wurde eine Kombination aus Faktoren wie der Bodenbeschaffenheit, der lang anhaltenden Trockenheit und Hitze des Sommers sowie den Eigenschaften einzelner Gebäude abgeleitet. Die Bodenbeschaffenheit im betroffenen Gebiet hat dazu beigetragen, dass durch den andauernden Entzug von Feuchtigkeit Schrumpfprozesse und damit Sackungen im Boden im Bereich von vorhandenen Bebauungen entstanden sind. Einzelne Häuser hatten darüber hinaus bereits Vorschäden, die eine Rissbildung zusätzlich begünstigt haben.

Mehr Details zu den Untersuchungen

Expertinnen und Experten der Verwaltung haben sowohl Statikprüfungen an den Gebäuden selbst sowie Untersuchungen im Umfeld der Häuser durchgeführt. Es wurden Messungen mit Hilfe eines Georadars durchgeführt, um oberflächennahe (bis in vier Metern Tiefe) Hohlräume auszuschließen. Darüber hinaus wurden Satellitenbilder des Gebietes rund um die betroffenen Häuser ausgewertet, die von Anfang 2018 bis Ende November aufgenommen wurden. Diese geben Aufschluss darüber, welche Bewegungen die Bodenoberfläche und die vorhandenen Gebäude in den vergangenen Monaten gemacht haben. Rund 150 Höhenbolzen sind von der Stadt an einzelnen Gebäuden in der Helmstraße angebracht worden, die von Anfang Oktober bis Mitte Dezember insgesamt zehn Mal ausgemessen wurden. Diese haben zusätzliche Hinweise auf Bewegungen der Gebäude geliefert.

Mit Unterstützung des Gutachterbüros DMT wurden darüber hinaus insgesamt 41 Kleinbohrungen (5-9 Meter Tiefe) und Rammsondierungen an unterschiedlichen Stellen entlang der Helmstraße zur Erkundung des Untergrundes durchgeführt. Es wurden zwei vorhandene Brunnen mit automatischen Messgeräten zur Messung des Grundwasserstandes ausgestattet. Darüber hinaus wurden vorhandene Bauakten gesichtet, Grubenbilder eingesehen, die geologische, hydrogeologische und bergbauliche Situation recherchiert und eingeschätzt, die gewonnenen Bodenproben labortechnisch untersucht, Kamera¬befahrungen der Abwasserkanalisation ausgewertet und seismische Ereignisse bei der Erdbebenwarte der Ruhr-Universität Bochum abgefragt.

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass es sich bei den entstandenen Schäden eher um ein lokales Phänomen handelt. Bergbauschäden können zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden.

Zum Hintergrund

Anfang August meldeten Anwohnerinnen und Anwohner aufgetretene Risse an den Hauswänden in der Helmstraße und teilweise Absackungen des Gehweges. Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und des Technischen Hilfswerkes (THW) waren schnell vor Ort, um die Lage zu sondieren. Im Rahmen der Gefahrenabwehr musste ein Haus evakuiert werden, da ein ordnungsgemäßer Bauzustand nicht mehr gegeben war. Insgesamt wurden an mehreren Häusern Risse festgestellt, deren Ursache zunächst nicht eindeutig abzuleiten war. Neben den beteiligten Fachämtern hat die Stadt Essen die Firma DMT als gutachterliche Begleitung für die Ursachenforschung hinzugezogen.

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