Stadt Essen plant weiteren Ausbau von Spielplätzen

23.01.2019

Der Ausbau und die Qualitätssicherung von Spielplätzen sollen auch in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt in der Stadt Essen bilden. Der Rat der Stadt Essen folgte in seiner heutigen (23.1.) Sitzung dem Vorschlag von Grün und Gruga Essen (GGE), im Sinne der 2006 vom Rat beschlossenen Zielsetzung "Essen. Großstadt für Kinder" die bereits laufende Spielraumanalyse dauerhaft fortzuführen und eine Spielraumleitplanung zu erstellen.

Ziel ist es, eine Versorgungsquote von 90 Prozent in allen Essener Stadtteilen zu erreichen und sicherzustellen, dass alle Kinder in angemessener Entfernung eine Spielmöglichkeit erreichen können. Die Stadteile Ostviertel, Westviertel, Kray, Katernberg, Frohnhausen, Altenessen-Süd und der Innenstadtbereich mit Stadtkern sollen prioritär betrachtet werden, da es sich um Raumeinheiten aus "Kinderarmut bekämpfen, Teilhabe ermöglichen" handelt und gleichzeitig die Versorgungsquote nicht erreicht ist. Anschließend werden die weiteren 35 Essener Stadtteile betrachtet. Grün und Gruga wird auf Basis der aktualisierten Spielraumanalyse konkrete Handlungsvorschläge zur Verbesserung der Situation in unterversorgten Bereichen erstellen, die Ergebnisse zusammenfassen und eine Maßnahmenplanung entwickeln.

Quantität und Qualität im Blick

Die Analysemethode, auf die sich die Stadt Essen stützt, wurde im Zuge eines Forschungsprojekts der Universität Duisburg-Essen entwickelt. Diese Spielraumanalyse und die nachfolgende Spielraumleitplanung bilden eine einheitliche und systematische Planungsgrundlage für die Entwicklung von Spiel- und Bewegungsräumen. Sie wurde für jeden einzelnen der 50 Stadtteile in Essen durchgeführt und enthält detaillierte Ergebnisse über unterschiedliche Versorgungsgrade für die Stadtteile. Die Analyse besteht aus einem quantitativen und qualitativen Teil, deren Ergebnisse die Grundlage für die Ausarbeitung von Handlungsvorschlägen bilden. Mit der quantitativen Analyse werden die Erreichbarkeit des Spielraums, die prioritär für die Handlungsempfehlungen betrachtet wird, und die Versorgung mit Spielplätzen im Stadtteil ermittelt. Mit der qualitativen Analyse wird jeder Spielplatz anhand von festgelegten Kriterien, wie zum Beispiel Größe, Barrierefreiheit, Attraktivität, Vielfalt von Spielfunktionen oder soziale Sicherheit bewertet und so möglicher Handlungsbedarf aufgezeigt.

Beteiligung der Öffentlichkeit geplant

Um eine zielgruppenentsprechende Spielraumgestaltung zu ermöglichen, wurden bereits intensive Absprachen innerhalb der Verwaltung geführt. In Zukunft sollen auch Nutzerinnen und Nutzer, Spielplatzpatinnen und -paten, Kinder- und Jugendverbände, wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik beteiligt werden.

Die Finanzierung der Analyse, Planung und der konkreten Maßnahmen erfolgt zum einen über das städtische Sonderprogramm für Investitionen auf Spielplätzen, aus Mitteln der Bezirksvertretungen und aus dem Fördertopf "Besser spielen" für bauliche Maßnahmen der Spielplatzpatinnen und –paten des Jugendamtes. Zudem soll eine Förderung verschiedener Maßnahmen zur Umgestaltung und Aufwertung von Spielplätzen über das Projekt "Starke Quartiere – starke Menschen" in Verbindung mit Städtebaufördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" erfolgen.

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