Eine Gruppe Menschen stehen zusammen und betrachten einen Gegenstand Oberbürgermeister Thomas Kufen und Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin Simone Raskob bei der offiziellen Eröffnung des Freiraum Weberplatz Foto: Stadt Essen/ Jochen Tack

Zwei Männer arbeiten im Freien an Einrichtungsgegenständen Im Rahmen von Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern entstanden Möbel für den Freiraum Weberplatz Foto: Jan Arendt/modulorbeat

Ein Garten mit Holzlattenzaun auf einem Städtischen Platz Der Pflückgarten auf dem Weberplatz bleibt auch weiterhin bestehen. Foto: Stadt Essen/ Jochen Tack

Erhöhter Blick über einen Platz mit Zelten, Getränkeständen und vielen Leuten Beliebter Treffpunkt in der nördlichen Innenstadt: der Feierabendmarkt auf dem Weberplatz Foto: Stadt Essen/ Jochen Tack

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 nimmt Abschied vom Freiraum Weberplatz

Feierabendmarkt und Pflückgarten bleiben erhalten

30.01.2019

Der Freiraum Weberplatz ist bekannt als Informations- und Kreativzentrum der Grünen Hauptstadt Europas 2017 und Quartier der Volunteers. Mit dem Ende des Jahres 2018 nahm die Grüne Hauptstadt nun Abschied vom ehemaligen Haus der Begegnung am Weberplatz. Seit Dezember 2016 waren Gebäude und Platz vom Projektbüro belebt worden – als öffentlicher Raum zum Probieren, Visionieren und Mitmachen.

"Ich bin sehr beeindruckt, was am Weberplatz entstanden ist. Wir können auf zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen zurückblicken, die den Platz und das Gebäude belebt haben und die Menschen, die daran teilnahmen, bewegt haben. Durch hohes Engagement von Organisationen, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern ist der Freiraum Weberplatz zum Aushängeschild der Grünen Hauptstadt geworden", sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Die Grüne Hauptstadt Europas hatte für 2017 einen zentralen Ort zur Zwischennutzung gesucht und in der nördlichen Innenstadt schließlich auch gefunden. Gemeinsam mit "modulorbeat" aus Münster – spezialisiert auf Urbanität, Stadtplanung und Architektur – und Bürgerinnen und Bürgern wurde das Konzept für den Freiraum und den anliegenden Weberplatz entwickelt. Es folgten Partizipationsworkshops, in denen beispielsweise flexibel einsetzbare Möbel gebaut wurden und schließlich mit Nachbarn und Schulklassen gemeinsam ein Pflückgarten angelegt wurde – als grüne Oase auf dem asphaltierten Platz.

Vom Open-Air-Kino zum Diskussionsabend

Das Programm, das im Freiraum Weberplatz angeboten wurde, war vielfältig: Es gab Vortrags- und Diskussionsabende wie den "Salon", in dem Expertinnen und Experten über die Aneignung und Nutzung urbaner Freiräume diskutierten, Nachbarschaftsfrühstücke, das Sommer-Open-Air-Kino, den "Tag der guten Lebensmittel", ein Repair-Café, Kunstinstallationen, Ausstellungen und viele weitere Aktionen. In Kooperation mit der Initiative Transition Town, mit Slow Food Essen e. V., der Initiative für Nachhaltigkeit, dem Lokalfieber e. V., vielen weiteren Projektpartnerinnen und -partnern und insbesondere den engagierten Volunteers konnten nach dem Open-Space-Prinzip zahlreiche Veranstaltungen geplant und realisiert werden. Interessierten stand der Raum mit Möbeln und Technik im Sinne der Ziele der Grünen Hauptstadt zur Nutzung frei. Im Frühjahr 2017 startete schließlich auch der Feierabendmarkt auf dem Weberplatz, der sich zum beliebten Treffpunkt in der nördlichen Innenstadt entwickelte.

Nachhaltigkeit – auch nach der Nutzung durch die Grüne Hauptstadt

"Die Nachhaltigkeit von temporären Projekten wie dem Freiraum Weberplatz liegt nicht in der oft geforderten Verstetigung, sondern in der Qualität des offenen Prozesses und den daraus entstehenden Impulsen. Viele Ideen können nur unter der Leichtigkeit eines offenen und bewusst temporären Konzeptes realisiert, Verantwortliche leichter überzeugt werden, Kreativität kann sich ungehemmter und wirkungsvoller entfalten", betont Sebastian Schlecht, Architekt und Projektmanager im Geschäftsbereich Umwelt, Bauen und Sport der Stadt Essen. Gefördert wurde der Freiraum Weberplatz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Doch wie geht es nun weiter rund um den Weberplatz? Der Pflückgarten wird vom Verein Lokalfieber e.V. weiter betrieben, der Feierabendmarkt startet im April wieder und in direkter Nachbarschaft zum Freiraum Weberplatz eröffnete das VielRespektZentrum. Die Belebung des Weberplatzes und seines Umfelds ist gesichert. Aufgrund zahlreicher technischer und baulicher Mängel ist eine direkte Nutzung des Gebäudes, in dem der Freiraum Weberplatz untergebracht war, leider nicht ohne weiteres möglich. Derzeit wird von der Stadt Essen zusammen mit der Allbau GmbH an einem Konzept zur Sanierung und Nachnutzung des Gebäudes gearbeitet.

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