Der Krupp-Park Nord ist bereits beliebter Freizeitort. Jetzt geht auch der Krupp-Park Süd in die finale Bauphase. Foto: Johannes Kassenberg/ Stadt Essener Systemhaus

Grün und Gruga geht beim Bau des Krupp-Parks Süd in finale Phase

Letzter Bauabschnitt startet

13.03.2019

Kaum ein Gebiet in Essen steht so sehr für den Wandel eines ehemaligen Industriestandortes in eine grüne, lebendige und nachhaltige Stadtlandschaft wie der Krupp-Gürtel im Bereich Weststadt/ Altendorf. Integraler Bestandteil des Stadtentwicklungsprojekts: der Krupp-Park. Bereits 2009 wurde der Krupp-Park Nord eröffnet, nun geht Grün und Gruga Essen mit dem Krupp-Park Süd in die finale Bauphase: In den kommenden zwei Jahren werden auf dem letzten noch nicht angelegten, 2,8 Hektar großen Gebiet 200.000 Kubikmeter Boden angeliefert und eingebaut, das Gelände wird modelliert und neue Wege werden angelegt. 2021 soll dann der neue Park komplett nutzbar, in 2022 auch die Bepflanzung abgeschlossen sein.

Der Krupp-Park Nord ist längst beliebtes Naherholungsgebiet – mit dem Krupp-See, den charakteristischen Hügeln, den Spiel- und Sportanlagen, Wiesen- und Waldflächen. Mit dem rund acht Hektar großen Krupp-Park Süd wird die Fläche auf insgesamt 20 Hektar ergänzt. Der Schwerpunkt liegt hier auf Waldpflanzungen, mit denen Ersatz geschaffen wird für den im gesamten Krupp-Gürtel entfallenen Wald. Grundlage für die Gestaltung des neuen Parkteils bildet die Planung von der LAND Germany GmbH – ehemals Kipar Landschaftsarchitekten – für den Krupp-Park. Das Hauptwegenetz der Parkflächen knüpft bereits an zentrale innerstädtische Grünzüge, wie dem der Rheinischen Bahn oder dem Grünzug zum Ehrenzeller Markt an. Im Krupp-Park Süd werden neue Wegeanschlüsse an das Kronenberg Center und zur Altendorfer Straße geschaffen. Zudem sind die Siedlungsflächen von Essen-Frohnhausen im Süden angebunden.

So geht es jetzt konkret weiter

Bis der neue Parkteil dann auch für die Bürgerinnen und Bürger nutzbar ist, werden im Rahmen des dritten Bauabschnitts ab Mitte März in den nächsten zwei Jahren rund 17.000 LKW-Ladungen Boden angeliefert. Das Gelände, das bis Ende 2017 noch an eine Autoverwertung verpachtet war, wird aufgefüllt und modelliert. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über die Altendorfer Straße. Anschließend wird der Boden aus altlastentechnischen Gründen mit einer sogenannten Betonitbahn – ein mineralisches Ton-Geotextil – abgedichtet. Darauf wird dann 1,5 Meter kulturfähiger Boden aufgebracht und eine Zwischenbegrünung ausgesät. Abschließend werden Sträucher und Bäume wie Vogel-Kirsche, Berg-Ahorn, Stieleichen und Hainbuchen gepflanzt. Wegbegleitend werden Wildblumenwiesen und Gräserinseln angelegt. Das gesammelte Niederschlagswasser wird durch die Altendorfer Straße in den Krupp-Park Nord geleitet und speist dort den Krupp-See.

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