Oberbürgermeister Thomas Kufen (links) bei der Pressekonferenz zur Renaturierung des Katernberger Bachs. Oberbürgermeister Thomas Kufen (links) bei der Pressekonferenz zur Renaturierung des Katernberger Bachs. Foto: EGLV / Meike Ostendorf

Das Model der Viktoriaschule. Das Model der Viktoriaschule. Grafik: EGLV

Der Übergang Termeerhöfe. Der Übergang Termeerhöfe. Grafik: EGLV

Katernberger Bach: In die Renaturierung fließen auch Ideen aus dem Stadtteil ein

24.05.2019

Im Rahmen des Generationenprojekts Emscher-Umbau gestaltet die Emschergenossenschaft in enger Abstimmung mit der Stadt Essen auch den Katernberger Bach um. Dazu wird auf einer Strecke von 1100 Metern das aktuell unterirdische Gewässer ans Tageslicht zurückgeholt. Das Besondere an diesem Projekt ist darüber hinaus jedoch: In die Planungen sind maßgeblich Ideen, Wünsche und Anregungen der Katernberger Bürgerinnen und Bürger eingeflossen. Details dazu stellten heute Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen und Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, vor Ort im Stadtteil vor.

"Die Offenlegung des Katernber-ger Bachs im Grünzug wird das Bild des Stadtteils nachhaltig verändern. Da lag es für uns nahe, die Bevölkerung im Rah-men eines echten Mitmach-Projektes an den Planungen zu beteiligen", sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. In mehreren Workshops unter dem Motto "Katernberger Bach – Mach mit!" haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen eingebracht, von denen viele in die Endplanung eingeflossen sind und nun auch umgesetzt werden.

Gebaut wird von September 2019 bis Ende 2021. Es entstehen unter anderem zahlreiche Bachterrassen, Entdeckerorte mit Furten, ein Jugendort, ein Spielplatz, neue Zugänge zum Gewässer etc. Auch das Thema Bildung spielt am künftigen Katernberger Bach eine Rolle – im nördlichen Bereich der Offenlegung entsteht ein sogenanntes "Blaues Klassenzimmer" als Lernstandort im Freien.

"Somit gibt es ab 2022 wieder einen offenen Bachlauf im Herzen Katernbergs – das Abwasser dagegen verbleibt im Rohr unter der Erde, während oben ein blaues Band im Grünzug entsteht", freut sich bereits Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Hierbei kann die Chance genutzt werden, nicht nur den Bach zu gestalten, sondern auch Maßnahmen zu realisieren, die den neuen Katernberger Bach mit dem Stadtteil verknüpfen.

Schwarzbach-System

Der Katernberger Bach gehört zum Schwarzbach-System, der weite Teile des Essener Nordos-tens in Richtung Emscher ent-wässert. Vor rund 60 Jahren ist der Katernberger Bach zur Köttelbecke umfunktioniert worden. Schmutzwasser und Gestank verschwanden in den 1980er Jahren schließlich in einem Rohr unter der Erde – der Stadtteil verlor seinen Bach und erhielt einen Grünzug.

Nun fordert die Europäische Wasserrahmenrichtlinie seit 2000 Erhalt, Entwicklung und Rückbau naturnaher Gewässer europaweit. Entsprechend wird die Emschergenossenschaft den Katernberger Bach in den kommenden Jahren auf 2,2 km Länge ökologisch verbessern. Ein wesentlicher Bestandteil der Baumaßnahmen ist die Offenlegung des derzeit verrohrten Bachs auf einer Länge von 1,1 km im Bereich des Grünzuges zwischen der Köln-Mindener-Straße (nahe der S-Bahn-Haltestelle Zollverein-Nord) und der Zechenbahntrasse auf Höhe der Fatih-Moschee Katernberg.

Um den Katernberger Bach vom Abwasser zu befreien, musste die Emschergenossenschaft in den vergangenen Jahren zunächst neue unterirdische Kanäle bauen. Hierfür wurden rund 20 Millionen Euro investiert. In die ökologische Verbesserung werden nun noch einmal um die 16 Millionen Euro investiert. Für die Maßnahmen zum ökologischen Gewässerumbau erhält die Emschergenossenschaft eine Zuwendung durch das Umweltministerium des Landes NRW in Höhe von 50 Prozent der Investitionssumme.

Projekte wie das Blaue Klassenzimmer werden vom NRW-Städtebauministerium im Rahmen der Kooperation "Gemeinsam für das Neue Emschertal" mit knapp 350.000 Euro gefördert. Da Katernberg zum Städtebaufördergebiet „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier, Stadtbezirk VI Zollverein, Essen“ zählt, wurden auch auf Initiative der Stadt Essen für die städtebauliche Integration und zur Stärkung der Erlebbarkeit des neuen Gewässers Fördermittel des NRW-Städtebauministeriums in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten (knapp 1,3 Millionen Euro) bewilligt. Den Rest trägt die Stadt Essen als Eigenanteil.

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