v.l.n.r.: Bau- und Umweltdezernentin der Stadt Essen Simone Raskob, Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, Samuel Serifi, Prokurist der Allbau GmbH Foto: Sebastian Schlecht, Stadt Essen

Ruhr-Konferenz: Niederfeldsee Essen und Stadtteilpark Hassel in Gelsenkirchen stärken Grüne Infrastruktur

Ministerin Heinen-Esser: Die Projekte steigern die Lebensqualität in den Wohnquartieren

29.05.2019

Wie Grüne Infrastruktur ganz konkret umgesetzt werden kann, haben sich Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, gestern (28.5.) in Gelsenkirchen und Essen angeschaut. Bau- und Umweltdezernentin der Stadt Essen Simone Raskob und Samuel Serifi, Prokurist der Allbau GmbH, empfingen beide am Niederfeldsee in Essen und erläuterten die Hintergründe des Projekts. "Die beiden Projekte Stadtteilpark Hassel und Niederfeldsee Essen zeigen einmal mehr, wie kreativ die Menschen im Ruhrgebiet unsere Grüne Infrastruktur stärken wollen. Die Lebensqualität in den Wohnquartieren steigt. Ich hoffe, dass viele Städte folgen werden", erklärte Ministerin Heinen-Esser.

Der Niederfeldsee in Essen wurde mit seinen angrenzenden Grünflächen in Essen Altendorf-Nord 2014 eröffnet. Der See wird unter anderem über Regenwasserabkopplung benachbarter Platz-, Wege- und Dachflächen gespeist. Zeitgleich mit dem Bau des Sees entstand ein neues Wohnquartier der städtischen Allbau AG; nah gelegene Wohngebäude wurden modernisiert. An der Stelle eines ehemaligen Bahndamms wurde zudem eine Rad- und Fußwegetrasse angelegt. Als Teil des Radschnellwegs RS1 wird das Gelände an den Krupp-Park und an das Universitätsviertel als weitere wichtige Elemente der Grünen Infrastruktur angebunden.

"Der Niederfeldsee und seine umliegenden Grünflächen tragen zur Minderung des städtischen Hitzeinseleffekts und zu einem angenehmen Stadtklima bei. Sie helfen bei der Vernetzung des Grüns in Essen und liefern insgesamt einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität des Quartiers", erklärte die Ministerin.

Ziel der Landesregierung ist es, die Grüne Infrastruktur in der Metropolregion Ruhr auszubauen und aufzuwerten. Dies ist ein Baustein der Ruhr-Konferenz. Sie wurde von der Landesregierung initiiert, um die Entwicklung des Ruhrgebiets zu einer erfolgreichen Metropolregion voranzutreiben. "Grüne und blaue Infrastrukturen sind immens wichtig für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Wasserflächen in den Quartieren wie der Niederfeldsee in Essen-Altendorf oder auf dem Gelände des neuen Stadtteilparks Hassel in Gelsenkirchen sorgen für ein besseres Mikroklima. Dies kann vor allem in Hitzeperioden einen Unterschied für die Bevölkerung ausmachen", sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband.

Zur Ruhr-Konferenz

Ziel der Ruhr-Konferenz ist es, die Entwicklung des Ruhrgebiets zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Metropolregion voranzutreiben. Sie ist als Prozess angelegt, der eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Kulturschaffenden und Verbänden anregen will. Umweltministerin Heinen-Esser und Prof. Dr. Paetzel moderieren gemeinsam das Themenforum "Grüne Infrastruktur Metropolregion Ruhr".

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