Melanie Ihlenfeld (2. v. l.), Fachbereichsleiterin Grün und Gruga, mit Christoph Breuling, Georg Mathias und Joachim Eichholz von der Friedhofsverwaltung. Melanie Ihlenfeld (2. v. l.), Fachbereichsleiterin Grün und Gruga, mit Christoph Breuling, Georg Mathias und Joachim Eichholz von der Friedhofsverwaltung. Foto: Stadt Essen

Neue Kolumbariumwände auf dem Parkfriedhof in Huttrop

Grün und Gruga reagiert auf hohe Nachfrage nach Urnenbestattungen

19.06.2019

4.639 Bestattungen wurden im Jahr 2018 auf den kommunalen Friedhöfen der Stadt Essen durchgeführt. Der Anteil der Urnenbestattungen lag bei 76 Prozent – ein Trend, auf den die Friedhofsverwaltung reagiert: Auf dem Parkfriedhof in Huttrop wurden nun neue Kolumbariumwände errichtet. In direkter Nähe zum Haupteingang an der Alten Trauerhalle in einer neu geschaffenen, etwas abgeschirmten Anlage, die den Namen "Oase der Ruhe" trägt, entstanden so 128 neue Bestattungskammern.

"Wir legen großen Wert auf die Wünsche, Bedürfnisse und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind der Maßstab unserer Friedhofsentwicklung", sagt Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleiterin Grün und Gruga Essen. So wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Grabarten kreiert, wie beispielsweise Partnerwiesengräber oder ein Memoriam-Garten, ein von Gärtnern betreutes, als Garten angelegtes Grabfeld. Insgesamt werden auf den 23 Städtischen Friedhöfen 29 verschiedene Grabarten angeboten. Eine davon sind die Kolumbariumkammern.

"Oase der Ruhe" bietet Rückzugsort

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff Kolumbarium? Im alten Rom wurde so ein Taubenschlag bezeichnet. Der optischen Ähnlichkeit ist es zu verdanken, dass sich die Bezeichnung auch für altrömische Grabkammern durchsetzte, in denen in Reihen übereinander Nischen zur Aufnahme von Urnen nach Feuerbestattungen angebracht waren. „Wir wollen auch den Menschen, die ihre Angehörigen in einer Kolumbariumwand bestatten lassen, ein privates und ruhiges Umfeld bieten, um zu trauern, Abschied zu nehmen und sich zu erinnern“, sagt Hans-Joachim Hueser, Abteilungsleiter Friedhöfe bei Grün und Gruga. Die „Oase der Ruhe“ wurde mit Bänken ausgestattet, ist über einen eigenen kleinen Weg zu erreichen und durch entsprechende Bepflanzung von den Hauptwegen abgegrenzt. Die Nutzungsrechte der Kammern werden für die Dauer der Ruhezeit für mindestens 25 Jahre vergeben. Anschließend werden die Urnen, sofern keine Verlängerung des Nutzungsrechtes erfolgt, in einem Urnenerdgrab beigesetzt. Die Gebühr für die Nutzung beträgt 2.700 Euro.

In Essen gibt es weitere Kolumbariumwände

Die neuen Kolumbariumwände auf dem Parkfriedhof sind nicht die ersten Bestattungsmöglichkeiten dieser Art in Essen: 1972 wurde auf dem städtischen Nordfriedhof die erste Wand errichtet, in 2008 wurden in der Neuen Trauerhalle auf dem Parkfriedhof und auf der Trauerhalle auf dem Friedhof Überruhr sogenannte Indoor-Kolumbarien eingebaut und seit 2014 gibt es auch auf dem Terrassenfriedhof Kolumbariumwände, die aufgrund der hohen Nachfrage in Kürze bereits zum dritten Mal erweitert wird.

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