Ausbau der A52 zwischen dem Autobahnkreuz Breitscheid und der Anschlussstelle Essen-Kettwig auf sechs Fahrstreifen

Bürgerinformationsveranstaltung (Infomesse) am Donnerstag, den 11.07.2019

03.07.2019

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Regionalniederlassung Ruhr, Haus Essen) plant den Ausbau der A52 zwischen dem Autobahnkreuz Breitscheid und der Anschlussstelle Essen-Kettwig auf sechs Fahrstreifen.

Die A52 verbindet in Nordrhein-Westfalen den Niederrhein mit dem Ruhrgebiet und dem Münsterland. Der Abschnitt, der zukünftig ausgebaut werden soll, ist schon jetzt täglich mit etwa 80.000 Fahrzeugen zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Ruhrgebietsmetropole Essen ausgelastet. Etwa 4.000 dieser Fahrzeuge pro Tag sind Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Im Berufsverkehr kommt es deshalb morgens und am Nachmittag regelmäßig zu längeren Staus. Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass der Verkehr auf der A52 zwischen Essen und Düsseldorf weiter zunimmt. Deshalb wurde dieser Abschnitt im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 in die höchste Kategorie - als Maßnahme „des vordringlichen Bedarfs: Engpassbeseitigung“ - aufgenommen. Der Ausbau der A52 auf sechs Fahrstreifen ist ein notwendiger Schritt zu mehr und dauerhafter Leistungsfähigkeit und führt zudem zu mehr Verkehrssicherheit.

Am Donnerstag (11.7.) findet im Pfarrsaal der St. Laurentius Kirche an der August-Thyssen-Straße 100 in Mülheim an der Ruhr von 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr eine Infomesse (Öffentlichkeitsbeteiligung mit Bezug auf §25 VwVfG NRW) statt. An einzelnen Themenständen informieren die Mitarbeiter von Straßen.NRW und die Planer der beteiligten Ingenieurbüros über den Stand der Planungen. An den Ständen werden die Fragen der Bürger beantwortet und ihre Anregungen zur Planung entgegen genommen.

Projekt

Die Länge der Ausbaustrecke beträgt 8,1 km ab dem Autobahnkreuz Breitscheid (Verbindung zur A3) bis hinter die Anschlussstelle Essen-Kettwig. Innerhalb dieses Abschnittes befindet sich die Anschlussstelle Breitscheid (Verbindung zur B1).

Der 6-streifige Ausbau der A52 folgt dem vorhandenen, linienbestimmten Verlauf der 4-streifigen Strecke. Die bisher 4-streifige Autobahn wird von ca. 29 Meter auf insgesamt 36 Meter (inkl. Seitenstreifen) verbreitert.

Der betroffene Abschnitt verläuft zunächst in überwiegend landwirtschaftlich genutztem Gebiet nördlich und nordwestlich der Siedlungen von Breitscheid und Mintarder Berg. Südwestlich der Ruhrtalbrücke Mintard durchquert die A52 die bewaldeten Ruhrtalhänge sowie anschließend das Ruhrtal. Im Ruhrtal und im weiteren Verlauf bis zur der Anschlussstelle Essen-Kettwig werden wiederum hauptsächlich landwirtschaftlich geprägte Bereiche von der A52-Trasse gequert.

Bestandteil dieses Abschnittes ist auch der Neubau der ca. 1.800 Meter langen Ruhrtalbrücke und der Ersatzneubau der Rastplätze Auberg und Ickten.

Die Baumaßnahme befindet sich auf den Stadtgebieten Mülheim an der Ruhr, Essen und Ratingen.

Gemäß des Bundesverkehrswegeplanes 2030 sind für den Ausbau dieses Abschnittes 233 Millionen Euro veranschlagt.

Projektstand

Der zu planende Ausbau der A52 befindet sich in einem frühen Planungsstadium.

Als erstes wird die sogenannte Grundlagenermittlung (Vermessung, Verkehrszählung, Leitungsabfragen, etc.) durchgeführt. Parallel wurde die Erstellung von Gutachten ausgeschrieben und beauftragt. Unter anderem wird ein Verkehrsgutachten zur konkreten Verkehrsbelastung auf der A52 heute und für das Prognosejahr 2030 erstellt. Außerdem sind ein Gutachten zur Erkundung des Baugrundes (Bodenbeschaffenheit, Altlastenstandorte, Bergbaueinflüsse) und die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) beauftragt worden. Wegen der großen Bedeutung für den Ausbau der A52 ist die Vorplanung für den Neubau und den möglichen Abriss der Ruhrtalbrücke Mintard frühzeitig an eine externe Ingenieurgemeinschaft vergeben worden. Mittlerweile gibt es erste Vorvarianten für einen Ersatzneubau und es ist erkennbar, dass die Bestandspfeiler nicht weiter genutzt werden können. Das bedeutet, dass ein Ersatzneubau der gesamten Brücke ist für den Ausbau der A52 notwendig ist.

Im Rahmen der Vorplanungen zum Ausbau wird ebenfalls untersucht, ob die Verbreiterung symmetrisch (eine Fahrspur an jede Seite) oder asymmetrisch (Verbreiterung um zwei Spuren zu einer Seite) erfolgen soll. Dazu gibt es eine sehr große Anzahl an Kriterien (Bebauung, Linienführung, Umwelt, Bauablauf…) die untersucht und abgewogen werden müssen, damit der Ausbau so verträglich wie möglich durchgeführt werden kann.

An diesem Verfahren werden die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Für die Träger öffentlicher Belange gibt es Beteiligungstermine, zum Beispiel im Rahmen der Umweltverträglichkeitsuntersuchung. Für die Bürger werden Öffentlichkeitstermine organisiert.

Herausgeber:

Straßen.NRW - Regionalniederlassung Ruhr -
Harpener Hellweg 1
44791 Bochum
Telefon: +49 234 9552 0
Fax: +49 234 9552 435
E-Mail: kontakt.rnl.r@strassen.nrw.de

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