Oberbürgermeister Thomas Kufen (links) und Karl-Heinz Webels von der Verkehrswacht Essen e.V. (rechts) präsentieren den neuen Abstandsaufkleber. Oberbürgermeister Thomas Kufen (links) und Karl-Heinz Webels von der Verkehrswacht Essen e.V. (rechts) präsentieren den neuen Abstandsaufkleber. Foto: Moritz Leick, Stadt Essen

Mehr Sicherheit für Radverkehr: Stadt Essen beteiligt sich an Aktion "Seitenabstand 1,5 Meter"

26.07.2019

Immer mehr Essenerinnen und Essener steigen in den Sommermonaten auf das Fahrrad und legen Wege innerhalb der Stadt auf zwei Rädern zurück.

Um gefährliche Situationen mit Unfallpotenzial auf Haupt- und Nebenstraßen ohne Fahrradstreifen auf ein Minimum zu reduzieren, ist die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes bei Überholvorgängen unabdingbar.

Die Essener Verkehrswacht möchte mit der Aktion "Seitenabstand 1,5 Meter" gemeinsam mit Partnern wie der Stadt Essen auf die Notwendigkeit des Einhaltens eines entsprechenden Abstandes aufmerksam machen und hat am Freitag (26.7.) gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen den ersten Hinweisaufkleber an einem Fahrzeug des Essener Ordnungsamtes angebracht. In der nächsten Zeit werden auch weitere Einsatzfahrzeuge mit diesem Hinweis versehen.

"Immer mehr Essenerinnen und Essener nutzen das Fahrrad, um von A nach B zu gelangen", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Wenn Autos zu dicht vorbeifahren und nicht genügend Abstand halten, kann es für Radfahrerinnen und Radfahrer zu brenzligen Situationen kommen. Auch wir als Stadt wollen mit den Hinweisaufklebern auf unseren Einsatzfahrzeugen auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen und die Autofahrerinnen und Autofahrer sensibilisieren, dem Radverkehr achtsam und rücksichtsvoll zu begegnen."

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat für dieses Jahr bundesweit die Kampagne #MehrPlatzfürsRad ins Leben gerufen und will mit seiner sogenannten "Poolnudel-Tour" durch Essen am Samstag (27.7.) ebenfalls auf den oftmals viel zu geringen Seitenabstand vorbeifahrender Autos aufmerksam machen.

Zum Hintergrund

In der Straßenverkehrsordnung (StVO) bleibt es bei der Formulierung des "ausreichenden Sicherheitsabstandes", der nicht weiter definiert ist. Laut geltender Rechtsprechung ist hier von einem Seitenabstand von 1,5 Meter auszugehen. Ist die Einhaltung dieses Abstandes bei Überholvorgängen nicht möglich, müssen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hinter dem Radfahrenden bleiben, bis die Verkehrsfläche oder die Verkehrssituation einen Überholvorgang mit ausreichendem Seitenabstand zulässt.

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