Foto: Wochenmarkt vor der Marktkirche Wochenmarkt vor der Marktkirche. Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen

Foto: Blick auf den Handelshof Blick auf den Handelshof. Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen

Kardinal-Hengsbach-Platz Kardinal-Hengsbach-Platz. Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen

Online-Umfrage: So bewerteten Bürgerinnen und Bürger das Image der Stadt Essen

19.09.2019

Essen war gefragt: In einer anonymen Online-Umfrage auf der Website der Stadt wurden Bürgerinnen und Bürger vom 17. Juli bis 23. August um ihre Einschätzung zum Image der Stadt Essen gebeten. Insgesamt 4.722 Teilnehmende beantworteten, welche Begriffe und Eigenschaften sie mit Essen verbinden und welche Aspekte sie für die Atmosphäre der Innenstadt als wichtig erachten. Darüber hinaus teilten sie ihre Meinung zu den Dienstleistungen der Touristikzentrale mit. Eine detaillierte Analyse veröffentlicht das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen in Kürze in der Reihe "Statistikschlagzeilen".

Umfrage-Teilnehmende kommen zum Großteil aus Essen
Mit 81 Prozent kam die überwiegende Mehrheit der Befragten aus Essen. Sieben Prozent gaben an, ihren Wohnort nicht in der Stadt zu haben. Bei den verbleibenden zwölf Prozent ist der Wohnort unbekannt. Anhand der Menschen, die Angaben gemacht haben, ist zu vermuten, dass mit einem Anteil von 47 Prozent mehr Männer als Frauen (41 Prozent) an der Umfrage teilgenommen haben. Personen aller Altersgruppen haben sich beteiligt: Während 39 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 25 und 44 Jahren alt sind, entfallen auf die Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen 33 Prozent. Darüber hinaus nahmen mit sieben Prozent auch Personen unter 25 Jahren teil und acht Prozent sind 65 Jahre oder älter. 13 Prozent machten keine Angabe.

Diese Begriffe verbinden die Befragten mit der Stadt Essen
Industriekultur: Damit verbinden mehr als drei Viertel der Befragten die Stadt Essen. Aber auch die Bezeichnung als "Metropole im Ruhrgebiet", das Zusammenleben einer "Vielfalt unterschiedlicher Kulturen" und den emotional geprägten Begriff "Heimat" assoziieren mehr als 60 Prozent der Teilnehmenden mit Essen. Neben diesen klaren Stärken verbinden sie mehrheitlich auch einige für eine Großstadt wichtige Kennzeichen mit Essen, etwa "Wirtschaftsstandort", "Messe", "Medizinstandort" und "vielfältiges Kulturangebot".

Dagegen stehen Begriffe wie Gründerstadt, Kinderfreundlichkeit und Europa, mit denen jeweils mehr als die Hälfte der Befragten die Stadt nicht verknüpfen. Auch Bezeichnungen wie "Touristenziel" oder "Wissenschaftsstadt" verbinden knapp 50 Prozent nicht mit Essen.

Essen ist grün, tolerant und weltoffen
Wie stark treffen folgende Eigenschaften auf Essen zu? Während 54 Prozent die Stadt als "grün" wahrnehmen, empfinden mit deutlich mehr als 40 Prozent die meisten Befragten Essen auch als "weltoffen" und "tolerant". Verbesserungsbedarf wird vor allem bei drei Aspekten gesehen: Mehr als 60 Prozent der Befragten bewerten die Sauberkeit in Essen als mangelhaft, und 55 Prozent stellen der Sicherheit sowie 49 Prozent der Attraktivität ein eher schlechtes Zeugnis aus.

Diese Aspekte sind für eine attraktive Innenstadt wichtig
Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Punkten, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Atmosphäre einer Innenstadt als besonders wichtig erachten. Jeweils mehr als 85 Prozent der Befragten wünschen sich Sicherheit und Sauberkeit. Darüber hinaus erachten über 80 Prozent der Teilnehmenden Grünflächen, Parks und gemütliche Plätze als besonders wichtig. Sitzmöglichkeiten, ein vielfältiges Angebot an Geschäften sowie Straßencafés, Gaststätten und Restaurants messen ebenfalls mehr als 75 Prozent der Befragten eine hohe Priorität bei. Aber auch öffentliche Toiletten wünschen sich über 70 Prozent.

Zudem ist die Mehrheit der Meinung, dass Wasser, etwa in Form von Brunnen, Spielplätze, gute Parkmöglichkeiten sowie eine belebte City am Abend und in der Nacht weitere Pluspunkte für eine Innenstadt darstellen. Ein geteiltes Bild zeigt sich hingegen bei den Ladenöffnungszeiten. Dies gilt auch für Straßenmusikerinnen und –musiker sowie Straßenkünstlerinnen und –künstler, die von allen abgefragten Aspekten am Ende der Wichtigkeitsrangfolge stehen.

Die aktuelle Situation in der Essener City beurteilen die Befragten eher kritisch. Für 70 Prozent der Befragten sind Feste und Events in der Innenstadt wichtig, die Bewertung dieser fällt mit über 40 Prozent auch vergleichsweise positiv aus. Andere Punkte hingegen werden schlecht bewertet: fast zwei Drittel sind eher nicht, über 40 Prozent sogar überhaupt nicht zufrieden mit dem Angebot an öffentlichen Toiletten und mehr als die Hälfte stellt der Sicherheit und Sauberkeit ebenso ein schlechtes Zeugnis aus wie Spielplätzen und der Belebung der City in den Abend- und Nachtstunden.

Gleichermaßen bewerten die Befragten Grünflächen und Parks in der Innenstadt mehrheitlich eher nicht so gut. Fast 60 Prozent sind sogar der Meinung, dass gemütliche Plätze in der Essener City nicht gegeben sind. Mit Blick auf die Gastronomie schneiden Gaststätten und Restaurants vergleichsweise positiv ab und bei Straßencafés zeigt sich ein gespaltenes Bild. Beides bewerteten die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer als teils gut und teils schlecht. Die Vielfalt des Angebots an Geschäften, die Ladenöffnungszeiten bis 22 Uhr sowie die Parkmöglichkeiten ergaben in der Bewertung kein eindeutiges Bild, tendenziell überwiegen jedoch negative Beurteilungen.

Urteil über Angebote der Touristikzentrale
Darüber hinaus ergab die Umfrage, dass rund 50 Prozent der Befragten die Touristikzentrale der Stadt Essen besucht haben, 18 Prozent sogar innerhalb der letzten 12 Monate. Hinsichtlich der verschiedenen Angebote empfinden jeweils mehr als die Hälfte der Befragten den Ticketvorverkauf und Stadt- bzw. Themenrundfahrten sowie temporäres kostenfreies W-LAN als wichtige Aufgaben der Touristikzentrale. Die Stadtinformationen sind aber mit mehr als 60 Prozent die Top-Dienstleistung. Der "multimediale Infopunkt" wird zudem von 45 Prozent als wichtiges Angebot der Touristikzentrale gesehen und auch bei der "Prospektauslage" überwiegen mit 36 Prozent noch leicht die Stimmen, die dies als wichtige Dienstleistung sehen.

Geteilter Meinung sind die Befragten vor allem hinsichtlich Souvenirs, die insbesondere für Essenerinnen und Essener nicht so wichtig sind, und Hotelreservierungen, was mit der zunehmenden Bedeutung von Online-Angeboten in diesem Bereich zusammenhängen könnte. Insgesamt fällt auf, dass Personen, die das Angebot der Touristikzentrale aus Besuchen kennen, ihre Wichtigkeit höher einstufen als Befragte, die noch nie dort waren.

Online-Umfrage liefert neue Impulse
Die Online-Umfrage ist Teil unterschiedlicher Beteiligungsprozesse und –formate, die die Stadt Essen unter dem Motto "Essen ist gefragt!" anbietet. Auf diese Weise haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, an Themen für ihren Stadtteil und das gesamte Stadtgebiet aktiv mitzuwirken. Dabei geht es nicht um die Erstellung eines repräsentativen Meinungsbildes, sondern vielmehr um die Erfassung von Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger, die sich zu einem bestimmten Thema äußern wollen. Die so gewonnenen Informationen, Anregungen und Wünsche werden in aktuelle Planungen und Entwicklungsprozesse der Verwaltung einbezogen. Damit geben die Ergebnisse der Online-Umfrage wichtige Impulse für zukünftige Maßnahmen zur weiteren Optimierung des Stadtbilds und des Images der Stadt Essen. Sie werden im Rahmen des Innenstadtprozesses aufgegriffen: Die Verwaltung hat mit der aktuellen Innenstadtvorlage bereits auf die Anmerkungen und Anregungen der Umfragenteilnehmerinnen und -teilnehmer reagiert.

Die Stadt Essen dankt allen, die an der Umfrage teilgenommen haben.

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