Planungen für Umweltspur schreiten voran

05.09.2019

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung hat in seiner heutigen (5.9.) Sitzung empfohlen, das vorgestellte Konzept zur Umweltspur auf der Schützenbahn weiterzuverfolgen und bis Ende des Jahres Planungen als Grundlage für den Baubeschluss zu erstellen. Bereits im Frühjahr wurde das vom Amt für Straßen und Verkehr in Auftrag gegebene und ausgearbeitete Konzept in den politischen Gremien diskutiert. Über das weitere Vorgehen soll auch in der nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am Donnerstag, 12.9., entschieden werden.

Verlauf der Umweltspur

Die geplante Umweltspur soll sich auf der Schützenbahn vom Varnhorstkreisel im Süden bis zur Gladbecker Straße im Norden erstrecken. Sie darf ausschließlich von Fahrrädern und Bussen befahren werden.

Die geplante Umweltspur lässt sich in folgende Abschnitte einteilen (Die Vorlage aus dem Ratsinformationssystem bietet eine detaillierte Visualisierung der Umweltspur):

Abschnitt: Varnhorstkreisel - Alfredistraße

Die Umweltspur startet am Varnhorstkreisel und verläuft in Fahrtrichtung Norden Richtung Alfredistraße. Zur Aufnahme der Rechtsabbieger in die Alfredistraße wird die Umweltspur circa 30 Meter vor der Kreuzung unterbrochen, um zunächst die Einrichtung einer zusätzlichen Rechtsabbiegerspur und dem damit zusammenhängenden Eingriff in die Platzgestaltung der Alten Synagoge Essen zu vermeiden.

Die Umsetzung der Umweltspur erfolgt in diesem Bereich zu einem späteren Zeitpunkt, da bereits im Frühjahr 2020 mit dem Bauvorhaben für das neue BürgerRatHaus begonnen wird.

Abschnitt: Alfredistraße – Ribbeckstraße

In Fahrtrichtung Norden schließt sich der Abschnitt von der Alfredistraße bis zur Einmündung Ribbeckstraße an. Um dem ÖPNV die ungehinderte Anfahrt an die sechs Bussteige zu ermöglichen, wird die obere Straße Schützenbahn für den Motorisierten Individualverkehr (MIV) gesperrt. Dieser muss entsprechend entweder den Tunnel nutzen oder an der Alten Synagoge rechts in die Alfredistraße abbiegen, um beispielsweise in die Parkhäuser des Rathauses oder der Rathaus Galerie zu gelangen. Das Linksabbiegen in die Straße Am Porscheplatz, um in die Innenstadt zu kommen, bleibt für den MIV weiterhin möglich.

Abschnitt: Ribbeck Straße, Einmündung in die Schützenbahn

Da der MIV diesen Abschnitt nicht mehr befahren darf, kann hierüber keine Einfahrt in die Ribbeckstraße erfolgen. Die Ausfahrt aus der Ribbeckstraße auf die Schützenbahn wird auch nach Einrichtung der Umweltspur weiterhin bestehen bleiben. Aus diesem Grund wird die Umweltspur in diesem Bereich bis zum Viehofer Platz unterbrochen. Busse aus Richtung Alfredistraße, Fahrradfahrer sowie Fahrzeuge aus der Ribbeckstraße und dem Tunnel kommend erhalten durch eine separate Ampelschaltung nacheinander eine Grünphase. Hierdurch können Radfahrer geschützt durch den Radstreifen in Richtung Schützenbahn/ Gerlinstraße gelangen.

Abschnitt: Ribbeckstraße – Viehofer Platz

Um den Radfahrern ein sicheres Linksabbiegen in den Viehofer Platz zu ermöglichen, ist in diesem Bereich die Einrichtung eines mittig gelegenen Radfahrstreifens geplant. Für den MIV stehen weiterhin rechts und links des Radfahrstreifens sowohl zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Altenessen (geradeaus) als auch zur Gladbecker Straße (links) zur Verfügung. Busse können sich entsprechend ihrem Fahrweg problemlos einsortieren. Radfahrende, die den mittigen Radfahrstreifen nicht nutzen wollen, können den heute schon bestehenden Radweg nutzen.

Abschnitt: Viehofer Platz – Gladbecker Straße

Der mittig gelegene Radfahrstreifen wird hinter dem Knoten an der Gerlingstraße weitergeführt. Vor der Einmündung in den Viehofer Platz weitet sich der Fahrradweg zur Umweltspur auf, um den linksabbiegenden Bussen eine Einfahrt in die Haltestelle Rheinischer Platz zu ermöglichen. Die Umweltspur endet dann im Bereich der Einmündung der Altenessener Straße. Eine separate Ampelschaltung von Bussen, Radfahrern und dem MIV sichert die zügige Ausfahrt der Busse aus der Haltestelle. Diese können dann geradeaus weiterfahren oder rechts in die Gladbecker Straße abbiegen. Um den Radfahrern eine zügige Anbindung an das Univiertel zu ermöglichen, beginnt vor dem Knotenpunkt an der Gladbecker Straße ein Radfahrstreifen, der hinter dem Knoten weitergeführt wird, um das Abbiegen in das Universitätsviertel z ermöglichen. Von hier aus können Radfahrende dann den Radschnellweg RS 1 erreichen.

Abschnitt: Gladbecker Straße – Viehofer Platz

In der Gegenrichtung wird zunächst nur den Radfahrenden aus der Gladbecker Straße ein Fahrstreifen angeboten, der sich in Höhe der Haltestelle Rheinischer Platz zu einer Umweltspur ausweitet. Für den MIV sollen weiterhin zwei Fahrstreifen bestehen.

Abschnitt: Viehofer Platz - Zwölfling

Die Umweltspur wird im Bereich des Viehofer Platzes aufgrund der Fußgängerbrücke verengt und anschließend wieder ausgeweitet. Die Busse führen ihre Fahrt, wie auch heute, fort und fädeln sich in den Verkehr ein. Radfahrende können ihre Fahrt über einen Radfahrstreifen fortsetzen. In diesem Abschnitt soll das Parken auf dem Gehweg ab der Haltestelle Viehofer Platz unterbunden werden, sodass Ein- und Ausparkvorgänge den Verkehrsablauf der Umweltspur nicht stören. Betroffen sind 24 Stellplätze, die jedoch durch freie Kapazitäten in den direkt anliegenden Parkhäusern kompensiert werden können.

Die Planung für eine Umweltspur endet am Varnhorstkreisel.

Einrichtung einer Protected Bike Lane (PBL)

Um Radfahrenden ab dem Varnhorstkreisel eine Radverbindung in Richtung Süden bis in Höhe Steinstraße anzubieten, soll eine Protected Bike Lane (PBL) durch den Tunnel unter den Gleisen des Hauptbahnhofs eingerichtet werden. Auf diesem Fahrstreifen sollen Fahrradfahrende auf separaten Spuren in beide Richtungen geleitet werden.

Weiteres Vorgehen

Auf Basis des beschlossenen Konzepts wird das beauftragte Gutachterbüro die Ausführungsplanungen und Ampelschaltungen erstellen sowie die konkreten Kosten ermitteln. Zudem werden die Auswirkungen und ggf. erforderlichen Anpassungen der Ampelschaltungen im umliegenden Straßennetz erarbeitet. Auf dieser Basis ist geplant, dem Rat im Dezember 2019 den Baubeschluss für die Umweltspur Schützenbahn zur Entscheidung vorzulegen.

Zum Hintergrund

In den Städten sind Dieselfahrzeuge eine der Hauptquellen für die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2). Um drohende Fahrverbote für Bürgerinnen und Bürger mit Dieselfahrzeugen zu verhindern, führt die Stadt Essen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität durch. Ganz konkret lassen sich Maßnahmen wie eine umweltsensitive Ampelsteuerung, ein Parkraumbewirtschaftungskonzept, der Ausbau des ÖPNV-Angebots sowie Investitionen in das Radwegenetz sowie die Einrichtung einer Umweltspur nennen.

Unter einer Umweltspur versteht man eine ganze Fahrbahn, die nur von Linienbussen und Radfahrern, unter Umständen auch von Taxis oder Elektroautos befahren werden darf. Umweltspuren werden als Bussonderfahrstreifen mit Freigaben für die erlaubten Zusatzverkehre sowie durch Fahrbahnmarkierungen auf der Straße gekennzeichnet.

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