Festival Literatürk in der Zentralbibliothek Essen

07.11.2019

Unter dem Schwerpunktthema #irgendwasmitheimat lädt das Festival Literatürk vom 11. bis 23. November zu zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen und Diskussionsrunden in Essen und Umgebung ein. Teile des vielfältigen Programms finden auch in der Zentralbibliothek Essen, Hollestraße 3 (Gildehof), 45127 Essen, statt:

Dienstag, 12. November, 17:30 Uhr
Ruhrpott-Wege. Kommst Du mit? Literarisch-musikalische Klang-Geschichten aus Essen

Ein Jahr lang haben die Jugendlichen der Erich-Kästner-Gesamtschule in ihrem Projektkurs Geschichten und Gedichte geschrieben. Die Themen sind dabei vielfältig: Das Weichenstellungen im Leben, das Aufbrechen von zu Hause, das Ankommen und was sonst noch jungen Menschen wichtig ist. Einiges davon stellen sie gemeinsam mit der Jazz-Offensive Essen vor. Moderiert wird der Abend von Projektleiter Artur Nickel.

Donnerstag, 14. November, 18 Uhr
Menschen & Rechte sind unteilbar, Ausstellungseröffnung

Gibt es ein Menschenrecht auf Heimat? Gar auf Heimatlosigkeit? Die Ausstellung bietet viele Ansatzpunkte, sich mit dem Thema Menschenrechte auseinanderzusetzen. Es geht um Fakten, Notwendigkeiten und Perspektiven und um das, was uns Menschen ausmacht: Menschlichkeit. Mit dabei Amnesty International Deutschland, ProAsyl Essen, Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt Dortmund, Stadtbibliothek Essen. Moderiert wird die Eröffnung von Klaus-Peter Böttger, Leiter der Stadtbibliothek Essen. Für die musikalische Begeleitung sorgen Yonca Zeybek und Caner Kalembaşı.

Donnerstag, 14. November, 19.30 Uhr
Lesung mit Ece Temelkuran: "Wenn dein Land, nicht mehr dein Land ist" - Sieben Schritte in die Diktatur

Eines Morgens wachst du auf und fragst dich, ob dieses Land, in dem du dich immer zuhause gefühlt hast, in dem du brav zur Wahl gehst und das du – trotz aller Kritik! – deine Heimat nennst, noch dein Land ist. Dieser Morgen kann der Morgen nach dem Putsch in der Türkei sein, nach der Brexit-Entscheidung oder einer europäischen Wahl, die Rechtspopulisten neue Rekordwerte eingebracht hat: Populismus ist zur globalen Krankheit geworden. Anstatt in politische Schockstarre zu verfallen müssen wir, so Ece Temelkurans dringender Appell, der Gefahr ins Auge sehen. Um dem populistischen Zeitgeist entgegenzutreten und die Demokratie zu verteidigen, braucht es eine internationale Debatte, in die sich jede und jeder einbringen sollte. Moderiert und übersetzt wird die Lesung von Ece Temelkuran von Sabine Adatepe.

Der Eintritt kostet 6 Euro.

Mittwoch, 20. November, 19:30 Uhr
Lesung mit Kerim Pamuk: "Kiffen, Kaffee und Kajal"

Wenn Sie gerne Schach spielen, Pasta essen und sich auf dem Sofa lümmeln, sind Sie was? Richtig, ein Orientale! Klingt komisch? Ist aber so. Denn diese Dinge gelangten aus dem Orient nach Europa. Sogar im Allerheiligsten der Spießerseligkeit hat sich der Orient richtig breitgemacht, im deutschen Wohnzimmer. Folgen Sie Kerim Pamuk auf seiner vergnüglich-investigativen Tour durch 1.500 Jahre Kulturgeschichte und Migration.

Der Eintritt kostet 6 Euro.

Freitag, 22. November, 19:30 Uhr
Konzertlesung "Zwischen meinen Heimaten unterwegs"

Seit zwei Jahren gibt es die Anthologie "Von Fluchten und Wiederfluchten". Sie stellt Fluchten von 1945 bis heute nebeneinander. Was sich verändert hat? Wie es weitergeht? Eine Konzertlesung mit Farwa Ahmadyar, Barbara Finke-Heinrich, Issam Al-Najm und Artur Nickel (Herausgeber), musikalisch begleitet auf der Kanut von Recep Seber. Im Anschluss daran informieren die Bochumer Zeitschrift "Neu in Deutschland" und ProAsyl Essen über die heutige Situation der Flüchtlinge bei uns. Moderiert wird der Abend von Artur Nickel.

Samstag, 23. November, 19:30 Uhr
Feridun Zaimoglu und Zafer Şenocak im Gespräch - Festivalfinale: Heimat in des Apfels Kern

Für den einen duftet die deutsche Sprache nach Apfelkuchen, den ihm die Privatlehrerin immer zum Deutschunterricht servierte. Für den anderen erwachten die Buchstaben zum Leben, nachdem ihm Fruchtfliegen gärender Äpfel ins Auge geflogen und den Blick vertränt hatten. So unterschiedlich die beiden Autoren Zafer Şenocak (geboren 1961 in Ankara) und Feridun Zaimoglu (geboren 1964 in Bolu) auch scheinen – beide sind als Kinder in die deutsche Sprache eingewandert und haben sich mit türkischen Namen erfolgreich in die deutsche Literatur eingeschrieben. In mehreren Genres, Sprachen und Geistesgeschichten verheimatet, müssen Beide Kritikern und Publikum jedoch immer wieder aufs Neue das Türkische erläutern. In ihren neuesten Büchern richten sie nun ihrerseits den kritischen Blick auf das Deutsche, das sich und sie stets definieren will. Im Gespräch mit Karin Yeşilada stellen sie ihre Deutschland-Essays vor.

Der Eintritt kostet 6 Euro.

Montag, 25. November, 19:30 Uhr
Weil ich (nur) eine Frau bin? Oder: Eine Heimat ohne Frauenrechte??

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen erzählen die Friedensbotschafterin Viktorija Mousa (Balkanländer), die Buchautorin Khaoula Mansoor (Palästina) und die Frauenaktivistin Farwa Ahmadyar (Afghanistan) aus ihrem Leben und berichten über die aktuelle Situation der Frauen in ihren Heimatländern. Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch statt. Moderiert wird der Abend von Fatma-Saida Murtaza

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