Übergabe Bewilligungsbescheid "Starke Quartiere - starke Menschen" in der Kita Seumannstraße (v.l.n.r.): Geschäftsbereichsvorstand Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Best, Edmund Heller, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Oberbürgermeister Thomas Kufen und Geschäftsbereichsvorstand Muchtar Al Ghusain Übergabe Bewilligungsbescheid "Starke Quartiere - starke Menschen" in der Kita Seumannstraße (v.l.n.r.): Geschäftsbereichsvorstand Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Best, Edmund Heller, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Oberbürgermeister Thomas Kufen und Geschäftsbereichsvorstand Muchtar Al Ghusain. Foto: Elke Brochhagen

Aktueller Stand zum Projekt "Starke Quartiere – starke Menschen"

15.11.2019

Mit einem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept (INSEK) hatte sich die Stadt Essen im April 2018 um Fördermittel aus dem Projekt "Starke Quartiere – starke Menschen" erfolgreich beworben. Das INSEK bildet die Voraussetzung dafür, Förderanträge bei verschiedenen Ministerien zu stellen und Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) zu erhalten.

Federführend für das Projekt "Starke Quartiere – starke Menschen" sind das Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement und das Jugendamt der Stadt Essen. Im Konzept der präventivorientierten Gesamtstrategie sind die vor Ort aktiven Schlüsselakteure und weite Teile der Stadtverwaltung eingebunden. Das umfangreiche Maßnahmenpaket soll allen voran der sozialen Ungleichheit in den insgesamt sieben ausgewählten Essener Stadtteilen entgegenwirken.

Im Fokus des Projekts stehen die Stadtteile Altendorf und Bochold, Altenessen-Süd und das Nordviertel sowie der Stadtkern, das Ostviertel und das Südostviertel. In diesen sieben Stadteilen sollen rund 150 verschiedene Projekte umgesetzt werden. Bisher wurden bereits 42 Projekte beantragt, 19 befinden sich in der Umsetzung, die weiteren Projekte werden sukzessive beantragt. Ein Großteil der Maßnahmen bezieht sich auf die Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut und setzt Impulse für die Verbesserung der Bildungs- und Integrationschancen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Aufwertung von Straßen, Plätzen und Parkanlagen. Auf diese Weise werden die Lebensqualität in den benachteiligten Stadtteilen sowie die Möglichkeiten zur Naherholung verbessert.

Die Kosten für alle Maßnahmen des Konzepts belaufen sich insgesamt auf rund 36,7 Millionen Euro. Der städtische Eigenanteil würde, im Falle einer Förderung, bei rund 7,3 Millionen Euro liegen.

Maßnahmenbeantragung und -umsetzung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF)

Von den 82 geplanten Maßnahmen aus Mitteln des ESF mit einem Gesamtvolumen von rund 13,7 Millionen Euro konnten 70 Maßnahmen aufgrund einer Neuausrichtung der ESF-Förderung nicht mehr beantragt werden. Für diese Maßnahmen wurden alternative Förderungen geprüft. Über den ESF Aufruf "Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern" konnten bereits 19 Maßnahmen alternativ beantragt werden. Sieben Maßnahmen wurden von der AG Einzelprojekte des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales abgelehnt.

Trotz einer Verengung der landesweiten Fördermittel auf 8 Millionen Euro ist es der Stadt gelungen, bisher 12 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro und einer Zuwendung in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro in Umsetzung zu bringen. Die Projekte werden in unterschiedlichen Quartieren umgesetzt. Im Quartier NORD (Altenessen-Süd, Nordviertel) werden sechs Projekte umgesetzt, im Quartier WEST (Bochold, Altendorf) und im Quartier MITTE/OST (Ostviertel, Südostviertel, Stadtkern) jeweils drei Projekte.

In allen drei Fördergebieten wird beispielsweise das Projekt Engagementförderung im Quartier (Bochold, Altendorf, Altenessen-Süd, Nordviertel, Stadtkern, Ostviertel und Südostviertel) umgesetzt. Mit der Umsetzung von niedrigschwelligen Engagement- und Partizipationsmöglichkeiten werden Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren für ehrenamtliches Engagement aktiviert. Dadurch werden die Selbstwirksamkeit sowie die Teilhabe und demokratische Kompetenzen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestärkt. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit der Stadtagentur Essen und Ehrenamt Agentur Essen e.V..

Im Fördergebiet NORD wird unter anderem das Projekt „Lernwelten entdecken“ gefördert. Durch gezielte Lerntherapie werden die Kinder der beteiligten Kitas und Grundschulen in ihren Fähigkeiten gefördert. Dies erfolgt in enger Absprache mit den Familien. So können Lernschwächen frühzeitig durch Diagnose erkannt und mit individuellen Maßnahmen entgegengewirkt werden. Ein weiteres Projekt ist "Tiegelino – ein bunter Bauwagen als mobile Anlaufstelle für die Menschen im Essener Norden". Der Bauwagen ist eine mobile Anlaufstelle für Information und Beteiligung im Quartier. Durch die Umsetzung von gemeinsamen nachbarschaftlichen Aktivitäten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wird die Verantwortung für das Lebensumfeld gestärkt.

Für die im INSEK für eine ESF-Förderung vorgesehenen Maßnahmen findet eine fortlaufende Fördermittelakquise statt.

Maßnahmenbeantragung und -umsetzung durch EFRE/Städtebauförderung

Bei den Projekten, die über die Städtebauförderung "Soziale Stadt" – teilweise in Kombination mit EFRE-Mitteln – bewilligt und beantragt wurden, steht die Aufwertung von Straßen, Plätzen und Parkanlagen im Fokus. Die Projekte sollen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Naherholung leisten. Auch ökologische Aspekte sowie die Themen Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit spielen bei den Maßnahmen eine große Rolle.

Bewilligt wurden beispielsweise das Hof- und Fassadenprogramm, die Grünverbindung Ehrenzeller Park sowie Verfügungsfonds. Mit Hilfe des Hof- und Fassadenprogramms können Eigentümer beispielsweise einen Zuschuss zur Aufwertung ihrer Fassaden oder Blockinnenbereiche beantragen. Über den Verfügungsfonds können bürgerorientierte Aktivitäten direkt vor Ort gefördert werden. Die Grünverbindung Ehrenzeller Park bietet eine Attraktivitätssteigerung und eine Anbindung an den Krupp-Park. Unterstützt werden die Projekte in den jeweiligen Stadtteilen durch ein Quartiermanagement.

Von insgesamt 47 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 22,7 Millionen Euro, die in den drei integrierten Entwicklungskonzepten MITTE/OST, NORD und WEST enthalten sind, wurden bislang 23 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 12,6 Millionen Euro beantragt. Für die 24 noch offenen Maßnahmen ist eine Antragstellung in Abhängigkeit von den dazu notwendigen konzeptionellen Ausarbeitungen in den kommenden Jahren geplant.

Der Förderzeitraum des Projektaufrufs "Starke Quartiere – starke Menschen" ist bis zum Ende des Jahres 2020 begrenzt. Die vorliegenden Konzepte bilden eine fachliche Grundlage für Anträge auch über diesen Förderzeitraum hinaus.

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