Rapper Ben Salomo spricht zu "Jugendkultur, Rap und Judenfeindschaft"

Am Montag, 25. November, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge Essen. Der Eintritt ist frei.

18.11.2019

Am Montag, 25. November, findet um 19 Uhr, in der Alten Synagoge ein Gespräch zum Thema "Jugendkultur, Rap und Judenfeindschaft" mit dem Berliner Rapper Ben Salomo statt. Anlass des Gesprächs sind Sprüche und Songtexte von bekannten Rappern mit antisemitischen Inhalten. Ben Salomo wird über seine eigenen Erfahrungen als Jude in der Rapper-Szene sprechen und Fragen zu Antisemitismus in der Jugendkultur in Deutschland beantworten.

Als Kind von Israelis, kam Ben Salomo 1981 mit drei Jahren nach Deutschland und wuchs in Berlin Schöneberg auf. Er hat sich erfolgreich in der Musikszene betätigt und einige Jahre auf YouTube das Format "Rap am Mittwoch" herausgegeben. Mit der Zeit bemerkte der Musiker, dass im Deutschrapp judenfeindliche Sprüche immer weiter verbreitet wurden:

Bekannte deutsche Rapper wie Bushido, Farid Bang alias Farid Hamed el Abdellaoui und Kollegah haben immer wieder Schlagzeilen wegen ihren antisemitischen Songtexten und Sprüchen gemacht. Trotz Bushidos verherrlichenden Songs zur Männlichkeit und Härte sowie seinen frauenfeindlichen und homophoben Sprüchen erhielt dieser 2011 den Integrations-Bambi. Farid Bang ging sogar so weit in seine Texte judenfeindliche Reime einzubauen und mit seinem Musikpartner Kollegah die Opfer von Ausschwitz zu verachten. Auch hier zogen die maßgeblichen Produzenten der Unterhaltungsindustrie keine Grenze und verliehen den Musikern 2018 den Echo-Preis. Erst massive Proteste führten zur Aberkennung und später zur Abschaffung dieses Musikpreises.

Sprüche und Songtexte mit Vernichtungswünschen gegen den Staat Israel und gegen Juden insgesamt machen leider weiterhin die Runde. Die Veranstaltung ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in antisemitische und rassistische Botschaften deutscher Rap-Texte zu bekommen. Ein solcher Einblick sowie die Kenntnis der multimedialen Codes, derer sich die Szene bedient, kann insbesondere Pädagoginnen und Pädagogen darin unterstützen, sich mit diesem Phänomen der Jugendkultur fundiert auseinanderzusetzen und mit ihren Schülerinnen und Schülern darüber ins Gespräch zu kommen.

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