Zehn nach Zehn: Diskussionspanel "WAR DA WAS? – Ruhr.2010 und die Folgen"

17.01.2020

"Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" lautete das Motto der Kulturhauptstadt Europa RUHR.2010. Am gestrigen Donnerstag (16.1.) diskutierten Oberbürgermeister Thomas Kufen, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverband Ruhr (RVR), Bernd Tönjes, Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung, Dr. h.c. Fritz Pleitgen, ehemaliger Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, sowie der WAZ-Kulturchef Jens Dirksen über Erfolge und Nachwirkungen des Kulturhauptstadtjahres aber auch aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Region. Moderiert wurde das Diskussionspanel in Halle 5 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein von Radio- und Fernsehmoderator Tobias Häusler.

"Unser Einsatz im Jahr 2010 hat ein neues Gesicht unserer Stadt gezeigt. Ein Gesicht, das zeigt wie wir heute sind", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Der Strukturwandel in unserer Stadt und dem gesamten Ruhrgebiet ist ein tief greifender Prozess, der alle Bereiche der Stadtgesellschaft betrifft."

Im Rahmen der Diskussionsrunde stellte das Stadtoberhaupt die Wichtigkeit kultureller Arbeit heraus, betonte aber zugleich andere Faktoren, die ebenfalls wichtige Bausteine für den strukturellen Wandel einer Stadt bedeuten. "Kultur kann viel - aber nicht alles", so Kufen. Sie als "Gott des Wandels" zu stilisieren würde sie überfordern. Vielmehr stellen auch Themen und Herausforderungen wie der Nahverkehr, die Stadtplanung aber auch die Digitalisierung, Bildung sowie Zuwanderung und die Steigerung der Lebensqualität Ursachen und Motoren für den urbanen Wandel dar.

"Unsere Stadt und ihre bunte, weltoffene, kreative und innovative Gesellschaft hat ihre Wandlungsfähigkeit bereits bewiesen. Diese Fähigkeit ist Grundlage und Potenzial für die weitere urbane Entwicklung. Das Ruhrgebiet ist stark. In allen Bereichen. Und dies gilt es in Zukunft zu zeigen und auch offen zu sagen."

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Diskussionspanel "WAR DA WAS? – Ruhr.2010 und die Folgen". V.l.n.r.: Jens Dirksen (WAZ-Kulturchef), Dr. h.c. Fritz Pleitgen (ehemaliger Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH), Bernd Tönjes (Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung), Oberbürgermeister Thomas Kufen, Karola Geiß-Netthöfel (Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr) und Moderator Tobias Häusler. Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen

Oberbürgermeister Thomas Kufen beim Diskussionspanel "WAR DA WAS? – Ruhr.2010 und die Folgen". Foto: Jochen Tack
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