Fotoausstellung "Orte der Erinnerung" eröffnet

20.01.2020

Am Sonntag (19.1.) eröffnete Oberbürgermeister Thomas Kufen die Fotoausstellung "Orte der Erinnerung" in der Stephanuskriche in Überruhr. Der Essener Autor und Fotograf Olaf Eybe präsentiert darin ungewöhnliche Bilder zum Thema Holocaust.

"Wenn man normalerweise von 'Orten der Erinnerung' spricht, dann sind das meist prägende Orte, mit denen man schöne Erlebnisse verbindet. Es sind Orte, an die man sich erinnern will, vielleicht sogar sehnsüchtig zurückdenkt. In diesem Fall ist das anders. Die Ausstellung präsentiert uns Orte, an denen Unmenschliches getan und Schreckliches erlitten wurde. Orte, die einen sprachlos vor Abscheu und Entsetzen machen“, begrüßte der Oberbürgermeister die Anwesenden.

In seiner Ausstellung zeigt Olaf Eybe Orte aus den Konzentrationslagern Auschwitz und Babyn Jar bei Kiew. Die Fotos werden nicht nur an den Wänden der Kirche präsentiert, sondern auch im Außenbereich der Kirche im Großformat inszeniert. Dadurch werden die Orte der Erinnerung begehbar und so ausgewählt, dass sie miteinander in Dialog treten. Beispielsweise wird eine Kellertür zur Zellentür. Eine Wand wird im übertragenen Sinn zur Erschießungswand.

"Ganz bewusst ist die Ausstellung zeitlich um den Holocaust-Gedenktag gelegt, der am 27. Januar begangen wird. Der Tag, an dem der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und erinnert wird. Was damals geschehen ist, darf nicht vergessen werden", betonte das Stadtoberhaupt abschließend.

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Ausstellungseröffnung "Orte der Erinnerung" in der Stephanuskirche (v.l.): Pfarrer Markus Pein, Künstler Olaf Eybe und Oberbürgermeister Thomas Kufen. Foto: Michael Gohl
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