Foto: Straßenbegleitgrün

Mehr Straßengrün für das Essener Stadtgebiet

06.02.2020

Der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung hat sich in seiner heutigen (6.2.) Sitzung für mehr Straßengrün in den Stadtteilen Altendorf, Bochold, Altenessen-Süd, Nordviertel, Stadtkern, Ostviertel und Südostviertel ausgesprochen. Bisher ist an den Hauptverkehrsstraßen und in Wohnvierteln wenig Straßenbegleitgrün ohne großen übergeordneten Zusammenhang verteilt. In der Regel weist es mit Rasen, Bodendeckern und Gehölzen eine einfache Vegetationsstruktur mit geringer Bedeutung für die biologische Vielfalt auf.

In den stark verdichteten Stadtteilen mit geringem Grünflächenanteil kann das Straßenbegleitgrün jedoch neben dem ökologisch klimatischen Ausgleich auch die Wohn- und Lebensqualität und die Naherholung beeinflussen. Im Zuge der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 konnte bereits durch die Umwandlung von rund 8.000 Quadratmetern Straßenbegleitgrünflächen in blühende Staudenbepflanzung die subjektive Barriere- und Lärmwirkung des Verkehrsraumes spürbar verringert werden. Durch ein gezieltes Plankonzept zeigen sich die Flächen ganzjährig in verschiedenen Facetten und können ganzjährig einen ökologischen Beitrag beisteuern.

Das Konzept der nachhaltigen Staudenbepflanzung soll nun ausgeweitet und die wenig gestalteten Trennflächen an bzw. meist zwischen mehrspurigen Verkehrsadern in Stauden- und Blühstreifen umgewandelt werden. Um den Wiedererkennungswert zu begünstigen, bilden die Pflanzungen aus dem Grüne-Hauptstadt-Jahr die Basis für die Planung. Ziel der Anreicherung und Aufwertung des Straßenbegleitgrün in seiner Funktion als innerstädtischer ökologisch-klimatischer Ausgleichsraum ist die Erhöhung der biologischen Vielfalt und die Ergänzung des innerstädtischen Biotopverbundes zusammen mit bestehenden Staudenpflanzungen zu angrenzenden Naturräumen. Gleichzeitig soll die Aufwertung des Straßenbegleitgrüns zu einer Verbesserung des Erscheinungsbildes der Straßen führen und die Aufenthaltsqualität in den Stadtteilen verbessern.

Für das Fördergebiet WEST ist eine Bepflanzung von 1.171 Quadratmetern, davon 567 Quadratmeter in Altendorf und 604 Quadratmeter in Bochold, und für das Fördergebiet NORD eine Bepflanzung von 1.132 Quadratmetern, davon 562 Quadratmeter in Altenessen-Süd und 570 Quadratmeter im Nordviertel, geplant. Im Fördergebiet MITTE/ OST sollen 799 Quadratmeter, davon 644 Quadratmeter im Ostviertel und 155 Quadratmeter im Südostviertel bepflanzt werden. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich voraussichtlich auf 450.000 Euro. Eine Bepflanzung ist unter anderem in der Bocholder Straße, der Bottroper Straße, Gladbecker Straße, der Burggrafenstraße sowie der Grillostraße, der Katzenbruchstraße und der Herzogstraße geplant.

Über den Baubeschluss soll am 13. Februar im Bau- und Verkehrsausschuss entschieden werden. Damit verbunden ist ein geplanter Baubeginn im Oktober 2020. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2021 geplant.

Zum Hintergrund

Die ökologische Revitalisierung des Straßenbegleitgrüns ist Bestandteil der Integrierten Entwicklungskonzepte Soziale Stadt Essen WEST, Essen NORD und Essen MITTE/ OST, die der Rat der Stadt Essen im September 2018 beschlossen hat.

Der zu erwartende Fördersatz für die mit EFRE Mitteln kofinanzierte Maßnahme liegt bei 90 Prozent, der zuwendungsfähigen Kosten, 10 Prozent ist als Eigenanteil durch die Stadt Essen zu leisten. Für das Fördergebiet Essen WEST liegt die erste Förderzusage des Landes in Höhe von 90 Prozent vor, dies entspricht einer zweckgebundenen Zuwendung in Höhe von maximal 135.000 Euro. Die Förderbescheide für die Fördergebiete Essen NORD und MITTE/ NORD stehen noch aus und werden im Frühjahr 2020 erwartet.

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