ein stehender Mann und zwei am Boden liegende Frauen Szenenfoto "Peer Gynt" (Foto: Matthias Jung)

Abenteuerdurstig um die halbe Welt: Henrik Ibsens "Peer Gynt" wieder in der Casa des Schauspiel Essen

Am 21. Februar, ab 19 Uhr. Tickets ab 12 Euro

17.02.2020

Gut 150 Jahre ist es mittlerweile alt, das dramatische Gedicht "Peer Gynt". Dass Henrik Ibsens Geschichte jedoch so zeitgemäß wirkt, dürfte an den Fragen und Problemen liegen, mit denen sich Peer im Laufe seines Lebens auseinanderzusetzen hat: der Angst vor Mittelmäßigkeit, der nicht enden wollende Suche nach Liebe und Anerkennung, aber auch der Selbstinszenierung und Ich-Bezogenheit. In der Casa des Schauspiel Essen erleben Besucherinnen und Besucher "Peer Gynt" wieder am Freitag, 21. Februar, ab 19 Uhr. Die Inszenierung von Regisseur Karsten Dahlem ("Superhero", "Auerhaus") ist für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Der Eintritt kostet 17 Euro, ermäßigt 12 Euro. Interessierte erhalten Karten telefonisch unter 0201-8122-200 oder online auf www.schauspiel-essen.de.

Ibsens Story kann es locker mit aktuellen Kino-Blockbustern aufnehmen. Im Mittelpunkt steht der junge Peer, dessen Psyche schwer gezeichnet ist: Nachdem sein Vater im Suff die Existenzgrundlage der Familie vernichtet und ihn mit seiner Mutter bankrott zurückgelassen hat, lechzt Peer nun nach Anerkennung. Er will es der Welt beweisen. Und so denkt er sich die wildesten Geschichten aus, flieht ebenso vor der Wirklichkeit wie vor seinen Verpflichtungen und jagt sich selbst abenteuerdurstig um die halbe Welt. Dabei verliebt er sich in Solveig, entführt Ingrid von ihrer eigenen Hochzeit, landet am Hof des Trollkönigs, lebt allein im Wald, residiert als Großkapitalist in Marokko, betreibt Menschenhandel, wird Prophet und imaginierter Kaiser in Ägypten, um am Ende doch wieder Solveig gegenüberzustehen.

Im Bühnenbild und den Kostümen von Franziska Sauer spielen Alexey Ekimov, Ines Krug, Sabine Osthoff und Silvia Weiskopf sowie der Musiker Christoph König. Weitere Vorstellungen in der Casa sind für den 13. und 25. März sowie 1. und 11. April, jeweils 19 Uhr, geplant.

Gefördert von der GENO BANK Essen.

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