ein Mädchen im Vordergrund und im Hintergrund sitzen Jungen und Mädchen Szenenfoto "Nichtsnutze voller Tatendrang" (Foto: Lukas Zander)

"Die Positronen" auf der Suche nach sich selbst

Weitere StadtEnsemble-Premieren am Samstag, 21. März, ab 16 Uhr in der Casa des Schauspiel Essen. Der Eintritt kostet 6,60 Euro.

06.03.2020

Unter dem Dach der Theaterpädagogik am Schauspiel Essen haben sich in dieser Spielzeit vier Gruppen versammelt, die sich gemeinsam "StadtEnsemble" nennen. Bereits im Januar konnten "Die Interzonen" ihr Stück "Du musst fröhlich sein!" in der Casa vorstellen und "Die Qeerspekten" trafen sich zu einem Drei-Tages-Workshop. Im März sind nun die beiden anderen Ensembles am Zug: Die "Alten Helden" präsentieren ihr neues Live-Hörspiel "Die Geisterjäger von Werden und die Insel im Nebel" erstmals am Samstag, 21. März, ab 19 Uhr, in der Box und "Die Positronen" feiern ebenfalls am Samstag, 21. März, ab 16 Uhr in der Casa Premiere mit ihrem Stück "Unendliche (Ge-)schichten".

Darin begeben sich sieben junge Leute im Alter von 11 bis17 Jahren auf die Suche nach dem eigenen Selbst. Angefangen hat diese spannende Entdeckungsreise Mitte September, seitdem trifft sich die Gruppe einmal pro Woche für jeweils 2,5 Stunden unter der Leitung von Theaterpädagogin Aline Bosselmann in einem Proberaum des Schauspiel Essen. Schnell wurde klar, dass die Spielerinnen und Spieler Lust hatten, Geschichten über sich zu erzählen, es ihnen aber auch Spaß machte, fiktive Geschichten zu erfinden. Aus diesem Ansatz heraus bekamen sie die Aufgabe, ihre eigene Vergangenheit mit Anteilen aus Büchern, Filmen, Träumen und Fantasiebildern anzureichern. Vor die Frage gestellt, wie man die sieben so entstandenen Geschichten miteinander verbinden könne, entstand die Idee, einen "Spielplatz der Positronen" zu schaffen, von dem aus die Selbstsuchenden auf ihre individuellen Reisen gehen können. Die von dort angesteuerten Zielorte reichen von einer Silvesterparty in einer Wohnung über einen Entenplaneten, einen Schulhof, ein Museum, eine Felsenklippe, eine Fensterbank, ein Haus ohne Garten bis hin zu einem geheimen Tunnel.

"Wir wollten zeigen", sagt Aline Bosselmann, "dass sich in den Köpfen der Positronen gleichzeitig unendlich viele Versionen des Themas 'Sei du selbst' abspielen, wobei das sogenannte Selbst wie eine Zwiebel ist, die immer mehr Gedachtes, Geträumtes, Fantasiertes, Freude oder Wut zum Vorschein bringt, je weiter sie Schicht für Schicht enthüllt wird."

Die "Unendliche (Ge-)schichten" haben sich entwickelt und werden gespielt von: Mouhmed Rami Al-Telawi, Greta Bienert, Clara Daners, Knut Kolckmann, Laura Mangala, Emilia Meyer, Said Ramo und Kaye Amalia Stommel. Für die Bühne und die Kostüme ist Lena Natt verantwortlich und für die Dramaturgie Matin Soofipour Omam.

Weitere Vorstellungen gibt es am Dienstag, 24. März, um 17 Uhr, sowie Sonntag, 29. März, um 19 Uhr, in der Casa des Schauspiel Essen, Theaterpassage, Theaterplatz 7. Der Eintritt kostet 6,60 Euro. Die Karten sind telefonisch unter 0201 8122-200 oder online auf www.schauspiel-essen.de erhältlich.

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