Corona-Krise: Jugendberufshilfe Essen baut Hygiene-Schutzwände

29.04.2020

Mit der allmählichen Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergeben sich neue Anforderungen an Sicherheit und Hygiene. Um die Gesundheit der Mitarbeitenden und Jugendlichen zu gewährleisten, stellt die Jugendberufshilfe Essen (JBH) deshalb in der Tischlerei-Werkstatt an der Bergerhauser Schürmannstraße Hygiene-Schutzwände aus Holz und Acryl-Glas her, die auch zum Verkauf angeboten werden.

Zunächst wurde der eigene Bedarf beispielsweise in der Kantine "Prinz Ludwig" oder dem Shop "Handwerk & Design" gedeckt. Jetzt sind die Schutzwände im JBH-Laden an der Rellinghauser Straße 280 in 45136 Essen-Bergerhausen sowie im Online-Shop unter www.jh-essen.de/shop für alle Interessierten erhältlich.

Das durchdachte Konzept haben Jugendberufshilfe-Anleiter Karsten Petersmann und Thomas Holtappels aus dem KompetenzZentrum selbst entwickelt und in der vergangenen Woche mit der Produktion begonnen: "Die Schutzwände eignen sich für den Einsatz an Orten mit viel Publikumsverkehr", erzählt Karsten Petersmann. Während die Scheibe vor einer Tröpfcheninfektion schützen kann, lassen sich unter dem Rahmen Gegenstände wie Bargeld oder Dokumente durchreichen.

Herstellung der Hygiene-Schutzwände

Der 80 mal 57 Zentimeter große Rahmen ist aus Kiefernholz, die 30 Zentimeter breiten Füße aus Birke und die Scheibe aus drei Millimeter dickem Acrylglas. Die Herstellung beginnt mit dem Zuschnitt. Danach wird das Holz abgedichtet, ausgehobelt und genutet, so dass eine Schiene für die Scheibe entsteht. Nach Prüfung auf Gärung und Maß versehen die Tischler den Rahmen im letzten Schritt mit dem Jugendberufshilfe-Siegel.

Die Füße werden zunächst in der CNC-Maschine gefräst und anschließend von Hand in die ideale Form gebracht. Zum einfachen Versand sind die Füße zunächst festgesteckt, lassen sich aber für zusätzliche Stabilität leicht am Rahmen festschrauben. Sobald alle Werkstätten und Projekte wieder öffnen, können diese Arbeiten auch mit Auszubildenden und Teilnehmenden durchgeführt werden.

Schutz für die Gesundheit

"Die Gesundheit der Belegschaft sowie unserer Jugendlichen und Kunden hat immer höchste Priorität", erklärt Thomas Wittke, Geschäftsführer von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen. "Wir stehen nun mit jeder Gesetzesänderung neu vor der Aufgabe, in allen Bereichen Wege zu finden, diese umzusetzen. Es ist großartig, dass wir mit den Schutzscheiben wie schon bei den Mund-Nasen-Masken eine interne Lösung finden konnten und diese sogar zum Verkauf anbieten können."

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Sicherheit geht vor: Tischlerei-Anleiter Karsten Petersmann (links) und Thomas Holtappels (rechts) aus dem KompetenzZentrum haben das Konzept für die Multiplex-Schutzscheiben entwickelt. Foto: Müller/JBH

Geeignet für Orte mit Publikumsverkehr (v.l.n.r.): Thomas Wittke, Geschäftsführer von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen, Elke Ihln-Budde, Bereichsleiterin Vorbereitung und Orientierung, und Christian Schwarz, Anleiter Verkauf im Projekt Produktionsjahr, zeigen Schutzscheiben und Behelfs-Mund-Nasen-Schutz am JBH-Laden. Foto: Capitain/JBH
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