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Coronavirus – Auswirkungen auf das JobCenter Essen

28.05.2020

Die Corona-Pandemie hat Essen in einer Phase der guten Arbeitsmarkt-Entwicklung massiv getroffen. Noch im Monat des Lockdowns ist die eigentlich gute Beschäftigungslage an der Statistik ablesbar: Mit 30.157 Personen waren im März 2020 insgesamt 271 Essenerinnen und Essener weniger arbeitslos als im Vormonat. Die gute Entwicklung fand insbesondere auch im Bereich des JobCenters statt. Die Arbeitslosenquote unter den Essener SGB-II-Leistungsbeziehenden sank im März 2020 auf 7,9 Prozent (März 2019: 8,5 Prozent). Der Lockdown ab Mitte März bringt aber weite Teile des Arbeitsmarktes komplett zum Erliegen.

Zugang zu Sozialleistungen – Sicherung des Dienstbetriebes

Als Folge der Corona-Pandemie bleiben die Geschäftsstellen des JobCenters Essen zurzeit für den direkten Publikumsverkehr geschlossen. Den JobCenter-Kundinnen und -Kunden entstehen dadurch keine finanziellen Nachteile. Die Leistungsgewährung ist sichergestellt. Persönliche Beratungsgespräche finden in den Leistungs- und Vermittlungsabteilungen zurzeit ausschließlich auf Einladung durch das JobCenter und nach vorheriger Terminvereinbarung statt. Das JobCenter hat zusätzliche Kommunikationskanäle eingerichtet, damit Leistungsberechtigte ihre Fragen und Anliegen auch ohne eine persönliche Vorsprache klären können: In jedem Standort sind zentrale Telefonnummern und E-Mail-Postfächer eingerichtet, an die sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen wenden können.

Geregelt durch das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung brauchen Personen, die bereits Leistungen beziehen, in der Corona-Zeit keinen Weiterbewilligungsantrag zu stellen. Ihre Leistungen werden vom JobCenter automatisch auf Basis der bisherigen Verhältnisse bewilligt – vorausgesetzt, sie sind weiter hilfebedürftig und ihre finanziellen wie persönlichen Verhältnisse haben sich nicht geändert.

Corona-Folgen

Mehr Menschen melden in der Corona-Krise einen Anspruch auf Grundsicherung an. Zugleich ist die Arbeitskräftenachfrage in Essen deutlich eingebrochen: Essener Unternehmen meldeten im April 2020 bei der Bundesagentur für Arbeit 257 neue offene Arbeitsstellen, das waren 494 weniger als im Vormonat. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist in Essen in der Folge seit Jahresbeginn bereits um 1.399 oder 3,3 Prozent angewachsen.

Die Auswirkungen der Krise sind für die Grundsicherung in Essen noch nicht solide prognostizierbar. Der Aufwuchs an Hilfebedürftigen belastet aber wesentlich den kommunalen Haushalt: Während der Regelbedarf aus Bundesmitteln finanziert wird, sind die Kosten der Unterkunft für Leistungsbeziehende zunächst kommunal finanziert. Einer noch vorläufigen Schätzung des JobCenters Essen nach könnten sich die zusätzlichen kommunalen Kosten für das Jahr 2020 auf 10,3 Million Euro belaufen.

Perspektiven für die Vermittlung

Das JobCenter Essen bietet seine Integrationsangebote auch in der Krise für alle Leistungsberechtigten an. Wo eine physische Präsenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Projekten und Maßnahmen wegen der Hygiene- und Abstandsregeln nicht möglich ist, haben die Maßnahmeträger die Anleitung auf alternative Durchführungsformen wie E-Learning, Online-Unterricht oder Telefoncoaching umgestellt.

Positive Arbeitsmarkt-Effekte verzeichnet das JobCenter weiterhin über das Teilhabechancengesetz, dass der Bund 2019 zur Förderung von Langzeitarbeitslosen auf den Weg gebracht hat. Und auch auf dem freien Arbeitsmarkt verzeichnet das JobCenter in bestimmten Branchen wieder eine Arbeitskräfte-Nachfrage. Arbeitssuchende JobCenter-Kundinnen und -Kunden sprechen deshalb mit ihrer Vermittlungsfachkraft im JobCenter Essen.

Appell an Ausbildungsbetriebe

Das JobCenter appelliert außerdem an die Betriebe trotz der Corona-Krise ihre Ausbildungsverantwortung wahr zu nehmen. Zurzeit zeichnet sich eine verhaltene Einstellungspraxis ab: Wirtschaftliche Abwägungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie fehlende persönliche Kontakte zur Bewerberin oder dem Bewerber. In vielen Ausbildungsbetrieben herrscht Verunsicherung in Bezug auf die Umsetzung von Hygienemaßnahmen, die Prüfungsabnahme und Ähnliches. Viele Arbeitgeber warten daher noch immer ab und führen zurzeit keine Vorstellungsgespräche durch. Auszubilden bleibt aber auch in der Krise der beste Weg, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Herausgeber:

JobCenter Essen
Ruhrallee 175
45136 Essen
Telefon: +49 201 88 56007
E-Mail: pressestelle@jobcenter.essen.de

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