Grillo, Aalto und Philharmonie erstrahlen in Rot

TUP beteiligt sich am 22. Juni an der "Night of Light", um auf die dramatische Lage von Veranstaltungsanbietern aufmerksam zu machen

18.06.2020

Ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhaltes soll es sein, wenn in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni bundesweit Theater, Konzerthäuser und andere Veranstaltungsstätten in rotem Licht erstrahlen.

An dieser Aktion, die auf die derzeit äußerst dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam machen will, beteiligen sich von 22 bis 1 Uhr auch die drei Spielstätten der Theater und Philharmonie Essen (TUP): das Grillo-Theater in der Innenstadt sowie das Aalto-Theater und die Philharmonie am Stadtgarten.

Die Corona-Krise hat das Veranstaltungsgewerbe mit voller Wucht getroffen: Viele Anbieter, Agenturen, Betriebe, Künstler, Caterer etc. stehen vor dem wirtschaftlichen Aus. "Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen!", heißt es auf der Aktions-Homepage https://night-of-light.de/. Ziel müsse es nun sein, "mit der Politik im Rahmen eines Branchendialogs ins Gespräch darüber zu kommen, wie die milliardenschwere, extrem heterogene Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden und der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann."
Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, ruft diese Aktion die "Alarmstufe Rot" aus.

Zitat aus der Pressemitteilung von Initiator Tom Koperek:

Hintergründe – die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft

Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. Faktisch alle Unternehmen aus den Bereichen Messebau, Veranstaltungstechnik, Eventagentur, Catering, Bühnenbau, Eventlocation, Messegesellschaft Kongresscenter, Tagungshotel, Konzertveranstalter, Künstler und Einzelunternehmer haben durch die erfolgten Veranstaltungsverbote seit dem 10.03.2020 innerhalb weniger Werktage ihre gesamten Auftragsbestände verloren. Sie gerieten als erste in die Krise (first in) und werden als letzte wieder aus der Krise herauskommen (last out).

Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Anders als im produzierenden Gewerbe können weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden, es kann auch nichts „auf Lager“ produziert werden; die meisten Unternehmen in der Veranstaltungswirtschaft sind Dienstleister. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden. Die Veranstaltungswirtschaft insgesamt ist einer der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft und zählt über 1 Million Beschäftigte. Es wird ein jährlicher Kernumsatz von mehr als 10,0 Mrd. Euro erwirtschaftet. Rechnet man die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren veranstaltungsbezogenen Teil- und Zuliefermärkten hinzu, so beschäftigen mehr als dreihunderttausend Unternehmen in über 150 Disziplinen mehr als 3 Millionen Menschen und erzielen einen Jahresumsatz von über 200 Mrd. Euro!

Quelle: "Kennzahlen der Veranstaltungswirtschaft" der Initiative für Veranstaltungswirtschaft wird auf Anfrage von Tom Koperek gerne übermittelt.

Pressekontakt zur Aktion "Night of Light":
Tom Koperek t.koperek@lk-ag.com, 0201-7472180, 0151-17168360,www.night-of-light.de

Herausgegeben von:

Theater und Philharmonie Essen GmbH
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URL: Schauspiel Essen

Grillo-Theater Essen (Foto: Bernadette Grimmenstein)
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