H2-Unit: Essener Wirtschaftsförderung gründet eigenes Wasserstoff-Team

09.10.2020

Aus Wasserstoff wird Wirklichkeit: Der Wirtschaftsstandort Essen engagiert sich aktiv bei der Etablierung eines nachhaltigen und tragfähigen Wasserstoffmarkts. Denn mit den Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Essen kann ein komplettes Wasserstoff-Ökosystem abgebildet werden. Grund genug für die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, eine eigene „H2-Unit“ zu gründen und die Kompetenzen als Wasserstoff-Think-Tank zu bündeln.

Durch die hohe Dichte an namhaften Unternehmen aus Industrie und Energiewirtschaft nimmt Essen im Bereich Wasserstoff deutschland- und europaweit eine wichtige Position ein. In Verbindung mit einer Vielzahl von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Start-ups in der Metropole Ruhr sind dies ideale Bedingungen, um von hier aus die Wasserstoff-Revolution mit voranzutreiben. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen sagt: „Wasserstoff als Energieträger ist ein wichtiges Zukunftsthema. Gemeinsam mit der EWG und der Grüne Hauptstadt Agentur wollen wir deshalb Projekte im Bereich Wasserstoff entwickeln und umsetzen, und so einen Beitrag zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Ausrichtung des Wirtschaftsstandortes Essen leisten.“ EWG-Geschäftsführer Andre Boschem verdeutlicht das zukünftige Vorgehen so: „Essen ist mit Unternehmen wie E.ON, RWE, Evonik, OGE und thyssenkrupp hervorragend als Wasserstoff-Think-Tank der Region geeignet. Gut ausgebaute Infrastrukturen bieten ideale Voraussetzungen für einen sektorübergreifenden Wasserstoffmarkt. Mit unserer H2-Unit setzen wir genau hier an und entwickeln die Wasserstoff-Zukunft am Standort zielgerichtet weiter.“

H2-Unit der EWG: Strategie, Internationales und Kommunikation ergänzen sich

Dazu bündelt die H2-Unit die Kompetenzen aus Strategie, Internationalem und Kommunikation. Die konkreten Ziele sind:

  • eine Roadmap für den Standort entwickeln,
  • sektorenübergreifende Projekte sowie funktionierende und nachhaltige Geschäftsmodelle ermöglichen,
  • Anwendung, Forschung & Entwicklung sowie Innovationen vernetzen,
  • (inter-)nationale Partnerschaften initiieren und ausbauen,
  • das Wasserstoffzeitalter durch eine bürgernahe und attraktive Kommunikation erlebbar machen.

Das Wasserstoff-Team der EWG setzt sich aus langjährig erfahrenen Expertinnen und Experten der Wirtschaftsförderung zusammen: Dr. Erich Bauch (Strategie), Jingkai Shi (Internationales) und Marlene Lowigus (Kommunikation).

Weitere Pluspunkte

Die H2-Unit kann in Essen von einer festen Basis aus agieren. Denn die Stadt ist als eine der HyExpert-Regionen durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ausgezeichnet worden und erarbeitet in diesem Zusammenhang derzeit bereits ein detailliertes Standortkonzept für den Einsatz von Wasserstoff. Essen ist darüber hinaus überdurchschnittlich im Nationalen Wasserstoffrat vertreten mit Katherina Reiche (Vorsitzende der Geschäftsführung, Westenergie), Dr. Jörg Bergmann (Sprecher der Geschäftsführung, OGE) sowie Dr. Arnd Köfler (Chief Technology Officer, thyssenkrupp). Zusätzlich denken die Verantwortlichen am Standort seit langem weit über die Stadtgrenzen hinaus und besitzt nationale und internationale Kontakte. So konnte die EWG für die Wasserstoffwoche „H2 I 120 H“ (28.09. bis 02.10.2020) auf dem Digital Campus Zollverein (DCZ) Referenten aus Japan und Frankreich gewinnen, um Einblicke in die jeweiligen Länder-/Regionen-Strategien zu geben. Mit beiden Ländern ist die Stadt seit langem in engem Kontakt und für die Essener Wirtschaftsförderer gehören sie zu den Top-Zielländern. Insbesondere die für Wasserstoff besonders wichtige Präfektur Fukushima ist mit NRW und der Stadt eng verbunden. Im Bereich der Wissenschaft ist das Gas- und Wärmeinstitut Essen (gwi) als international tätiges Forschungsinstitut hervorzuheben. Das gwi mit Prof. Klaus Görner als wissenschaftlichem Vorstand bearbeitet unter anderem Fragestellungen der nationalen Wasserstoff-Strategie.

Andre Boschem ist überzeugt: „Durch das Zusammenwirken aller Akteure hat Essen ideale Voraussetzungen um ein H2-Valley im Herzen des Ruhrgebiets Wirklichkeit werden zu lassen.“

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Die H2-Unit will hoch hinaus: Jingkai Shi, Marlene Lowigus, Dr. Erich Bauch und EWG-Geschäftsführer Andre Boschem (v.l.n.r.). Foto: EWG
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