Neue Stolpersteine in Essen verlegt

08.10.2020

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte am heutigen Donnerstag (08.10.) wieder Stolpersteine in Essen.

Bei den Stolpersteinen handelt es sich um Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen erinnern sollen, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Seit 1993 lässt Gunter Demnig die Stolpersteine - kubische Betonsteine, die mit einer individuell beschrifteten Messingplatte versehen sind - vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der Opfer des Nationalsozialismus in das Pflaster des Gehweges ein.

Drei der heute verlegten Stolpersteine erinnern in der Steinhausenstraße 47 an Familie Grünwald: Fritz Grünwald (Jahrgang 1901), Hanna Grünwald geb. Mayer, (Jahrgang 1905) und Renate Grünwald verheiratet Pfromm (Jahrgang 1936). Alle flohen 1938 nach Argentinien. Renate Pfromm berichtete als Zeitzeugin bei dem Termin über ihr Schicksal. Zudem wurde ein Stolperstein in der Emmastraße 22 für die Familie Finger/Fernbach verlegt.

Die Idee der Stolpersteine ist es, sich im Alltag mit der Vergangenheit auseinander zu setzen und sich durch das individuelle Schicksal der Menschen berühren zu lassen.

Zum Hintergrund

Die Aktion in Essen, die der Historische Verein für Stadt und Stift Essen betreut, begann 2004. Auf Initiative des ehemaligen Oberbürgermeisters Peter Reuschenbach fanden sich Spender und Paten zusammen, die die einzelnen Steine finanzieren.

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Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte drei Stolpersteine in der Steinhausenstraße 47. Diese erinnern an Renate Pfromm und ihre Eltern Fritz und Hanna Grünwald.

Die drei Stolpersteine der Familie Grünwald sowie ein gerahmtes Bild von Renate Pfromm als Baby zwischen ihren Eltern.

Renate Pfromm zusammen mit ihrer Familie bei der Stolpersteinverlegung.
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