"Tiegelino – der bunte Bauwagen als mobile Anlaufstelle für die Menschen im Essener Norden" wechselt den Träger

07.12.2020

Der bunt bemalte Bauwagen "Tiegelino" steht seit 2018 auf dem Spielplatz Peterstraße im Nordviertel. Seitdem finden dort vielfältige Bildungsangebote statt, von denen Kinder und Familien aus dem Quartier profitieren. Ziel des Projektes ist die Förderung der Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Eltern an den Bildungsinstitutionen und vielfältigen Ressourcen des Stadtteils. Der "Tiegelino" wechselt zum Jahresbeginn 2021 vom Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ruhr e.V. (ASB) zur cse gGmbH. "Der 'Tiegelino' ist eine absolute Bereicherung für unseren Bezirk und eine tolle Anlaufstelle. Er hat sich zum richtigen Magneten für Kinder entwickelt", erklärte Bezirksbürgermeister Peter Valerius bei der offiziellen Übergabe des "Tiegelinos" am vergangenen Donnerstag (03.12).

Trägerwechsel zur Verstetigung des Projekts

"Der Trägerwechsel bedeutet eine Verstetigung des 'Tiegelinos'", sagte Annika Schulze-Aquack, Geschäftsführerin Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ruhr e.V. "Deshalb freuen wir uns für die Menschen im Nordviertel sehr, dass es mit dem 'Tiegelino' weitergeht." Hanna Wessel hat den "Tiegelino" für den ASB vor Ort geleitet: "Unser Bauwagen hat sich zum Treffpunkt der Kinder entwickelt – hier sind Freundschaften entstanden." Stadtteilmoderatorin des Instituts für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) Gabi Wittekopf ist stolz auf alle Beteiligten: "Wir waren von Anfang an überzeugt, dass dieser Bauwagen eine Kommunikationspunkt für Menschen wird."

Der "Tiegelino" gehört aktuell zu den Maßnahmen, die im Rahmen des Projekts "Starke Quartiere – starke Menschen" durch finanzielle Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds gefördert werden. "Dabei geht es darum Menschen in ausgewählten Stadtteilen durch umfangreiche Maßnahmenpakete zu unterstützen", sagte Mirjam Sterra-Gerhard vom Team "Starke Quartiere - starke Menschen" des Jugendamtes der Stadt Essen.

"Tiegelino" aktuell geschlossen - viele Ideen für 2021

"Der 'Tiegelino' ist bekannt und etabliert. Wir wollen an der Arbeit anknüpfen und sie weiterführen", berichtete Charlotta Jakobs von der cse gGmbH. Die cse, als Träger im Nordviertel mit ihren vielschichtigen Aufgaben, erweitert durch den Bauwagen ihr vielfältiges Angebot. Gemeinsam mit dem ISSAB und dem Jugendamt Essen findet eine enge Kooperation mit den Institutionen vor Ort statt. Aktuell stellt der "Tiegelino" aufgrund der Corona-Situation auf mobile Arbeit um, um Familien zu erreichen. Für 2021 gibt es schon viele Ideen. "Wir werden zum Beispiel Experten für Kinderbetreuungsangebote vor Ort haben", so Jakobs. Insgesamt wird die cse die vernetzte Arbeit im Nordviertel weiter für die Familien, Kinder und Jugendlichen vorantreiben und durch den "Tiegelino" einen weiteren Kontaktpunkt schaffen, um zu hören, was von den Bewohner*innen im Nordviertel benötigt wird.

Hintergrund:

Der bunte, ausgediente Bauwagen bekam seinen Namen, als er vor vier Jahren auf Initiative des ISSAB in den Schulgarten der ehemaligen Tiegelschule im Nordviertel gestellt wurde. Der "Tiegelino" gehört aktuell zu den Maßnahmen, die im Rahmen des Projekts "Starke Quartiere – starke Menschen" durch finanzielle Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds gefördert werden. Federführend für das Projekt "Starke Quartiere – starke Menschen" sind das Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement und das Jugendamt der Stadt Essen. Im Konzept der präventivorientierten Gesamtstrategie sind die vor Ort aktiven Schlüsselakteure und weite Teile der Stadtverwaltung eingebunden. Das umfangreiche Maßnahmenpaket soll sozialer Ungleichheit in den insgesamt sieben ausgewählten Essener Stadtteilen entgegenwirken.

Im Fokus des Projekts stehen die Stadtteile Altendorf und Bochold, Altenessen-Süd und das Nordviertel sowie der Stadtkern, das Ostviertel und das Südostviertel. Ein Großteil der Maßnahmen bezieht sich auf die Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut und setzt Impulse für die Verbesserung der Bildungs- und Integrationschancen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Aufwertung von Straßen, Plätzen und Parkanlagen. Auf diese Weise werden die Lebensqualität in den benachteiligten Stadtteilen sowie die Möglichkeiten zur Naherholung verbessert.

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V. l. n. r.: Gabi Wittekopf, ISSAB Stadtteilmoderation, Mirjam Sterra-Gerhard, Jugendamt Stadt Essen, Charlotta Jakobs, cse gGmbH, Maria Garcia Lora, cse gGmbH, Hanna Wessel, ASB, Annika Schulze-Aquack Geschäftsführung ASB, Ralf Weißke, Perspektive Nord Quartiershausmeister und Peter Valerius, Bezirksbürgermeister Bezirk I.
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