Stickstoffdioxid-Belastung in Essen: Luftqualität hat sich 2020 weiter verbessert

21.01.2021

Nach einer ersten Auswertung der Stickstoffdioxid-Messungen im Essener Stadtgebiet durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) hat sich die Luftqualität in Essen auch im Jahr 2020 weiter verbessert. Diese Erkenntnis ergibt sich aus den vorläufigen Daten der kontinuierlichen Messungen für das vergangene Jahr, welche allerdings noch nicht abschließend validiert sind.

Nach den Auswertungen des LANUV konnte demnach der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m³ an den Messstationen Gladbecker Straße in Altenessen, an der Steeler Straße im Südostviertel sowie an der Wallneyer Straße in Schuir und an der Hafenstraße in Vogelheim für das Jahr 2020 erneut eingehalten werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Werte an allen vier Standorten sogar noch einmal unterschritten werden. Laut der LANUV-Auswertung stellen sich die vorläufigen Jahresmittelwerte für die Standorte im Jahr 2020 wie folgt dar:

  • Gladbecker Straße: 32 µg/m³
  • Steeler Straße: 26 µg/m³
  • Wallneyer Straße: 23 µg/m³
  • Hafenstraße: 21 µg/m³

Für das Jahr 2019 stellten sich die Werte an den vier LANUV Stationen noch wie folgt dar:

  • Gladbecker Straße: 38 µg/m³
  • Steeler Straße: 31 µg/m³
  • Wallneyer Straße: 25 µg/m³
  • Hafenstraße: 24 µg/m³

Messwerte der Passivsammler

Für die vom LANUV im Stadtgebiet aufgestellten Passivsammler liegen für das letzte Jahr aktuell lediglich Messwerte bis Oktober 2020 vor. Allerdings zeigen auch daraus resultierende vorläufige Mittelwerte bis dato eine deutliche Unterschreitung des 40 µg/m³-Grenzwertes für Stickstoffdioxid. Standorte der Passivsammler sind beispielsweise an der Alfredstraße in Rüttenscheid, an der Hausackerstraße in Frohnhausen sowie an der Krayer Straße in Kray oder in Frillendorf an der Hombrucher Straße.

Für das Jahr 2019 lieferten die Auswertungen folgende Jahresmittelwerte für die Passivsammler im Essener Stadtgebiet:

  • Abteistraße: 34 µg/m³
  • Alfredstraße: 39 µg/m³
  • Brückstraße: 37 µg/m³
  • Hombrucher Straße: 33 µg/m³
  • Krayer Straße: 41 µg/m³
  • Hausackerstraße: 43 µg/m³

Messwerte in Zeiten der Corona-Pandemie

Inwieweit sich die aktuelle Corona-Pandemie und die durch die Lockdown verminderten Verkehrsströme auf die Stickstoffdioxid-Belastungen im Jahr 2020 auswirken, wird durch das LANUV ausgewertet. Bei der Betrachtung und Auswertung der Messwerte während des ersten Lockdown von Mitte März bis Mitte April 2020 konnte eine, im Vergleich zum selben Zeitraum der Vorjahre, erhebliche Abnahme der Luftschadstoffbelastung festgestellt werden. Zwar ist diese Reduktion der NO2-Konzentration deutlich erkennbar, doch kann diese nicht ausschließlich den Auswirkungen des Lockdown zugeschrieben werden. Zwar ist davon auszugehen, dass das coronabedingt verringerte Verkehrsaufkommen auch in Essen zu gesunkenen NO2-Konzentrationen beigetragen hat - insbesondere an den verkehrsnahen Messstellen, wie beispielsweise an der Gladbecker Straße oder Steeler Straße - doch wirken sich auch Faktoren wie meteorologische Einflüsse oder Maßnahmen der Luftreinhalteplanung auf die NO2-Belastung aus.

Zwei neue Messstellen in Essen

Seit Mitte 2020 hat das LANUV NRW-weit 16 neue Standorte für Messungen von Stickstoffdioxid in Betrieb genommen. In Essen wurden im Zuge dessen zwei Messstellen an der Kruppstraße in Holsterhausen in Betrieb genommen. Eine Messstelle in Höhe der Hausnummer 94-96 und eine auf Höhe der Hausnummer 117. Da beide Standorte erst im Juli 2020 gestartet sind, kann für sie kein gültiger Jahresmittelwert für das vergangene Jahr abgeleitet werden.

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