Pressemitteilung der Stadt Essen: Ergebnis Machbarkeitsstudie zum Bundesinstitut für Fotografie liegt vor

12.03.2021

Um den bestmöglichen Standort für ein geplantes nationales Institut für Fotografie zu finden, hatte die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die als mögliche Standorte Düsseldorf und Essen untersuchen sollte. Das Ergebnis der Studie liegt nun vor und kommt zu dem Schluss, dass Essen der geeignetere Standort sei. Damit wird auch die Empfehlung einer eingesetzten Expertenkommission bestätigt, die sich bereits im vergangenen Jahr für Essen ausgesprochen hatte. Die Studie stellt insbesondere fest, dass der Raumbedarf für ein Institut mit funktionsgerechten Flächenbeziehungen und einem wirtschaftlichen Bau in Essen besser zu realisieren sei.

"Ich freue mich sehr über das Ergebnis und wir sehen darin unser jahrzehntelanges Engagement für die Fotografie bestätigt", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Ein Bundesinstitut für Fotografie ist nicht nur eine hohe Auszeichnung, es passt auch sehr gut nach Essen. Mit dem Museum Folkwang, der Folkwang Universität der Künste, dem Historischen Archiv Krupp und der Stiftung Ruhr Museum haben wir vier starke Partner, die nicht nur über Know-how, sondern auch über fachliche Expertise und eine große Sammlung an Fotografien verfügen. Die Entscheidung hat für Essen eine ähnliche Qualität wie die Auszeichnung der Zeche Zollverein als UNESCO-Welterbe, die Entscheidung Berthold Beitz', das Museum Folkwang neu zu bauen oder auch das Ruhr Museum auf dem Zollverein-Gelände zu etablieren. Es ist ein Ansporn für diese Region, die früher für Kohle und Stahl stand, heute für Vielfältigkeit steht und insbesondere dafür, dass das Erbe als Europäische Kulturhauptstadt immer noch nachwirkt und den Kulturstandort bestärkt."

In Essen gibt es eine breite Unterstützung sowie Zustimmung als Standort für ein nationales Fotoinstitut. Zuletzt hatte die Politik der dauerhaften Zurverfügungstellung einer geeigneten Fläche auf dem Gelände des Welterbes Zollverein als Standort für das Institut zugestimmt.

Als nächsten Schritt empfiehlt die Machbarkeitsstudie die zeitnahe Einsetzung eines Aufbaustabs, der die Entwicklung des Instituts begleitet und weitere konzeptionelle Schärfungen erarbeiten soll.

Zum Hintergrund:
Ziel des Bundesinstituts soll es sein, das fotografische Kulturerbe Deutschlands systematisch zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit mehr als 100 Jahren ist Essen einer der wichtigsten Standorte für Fotografie in Deutschland. Dies begründet sich zum einen in den vielfältigen und reichen Sammlungen des Museum Folkwang, des Ruhr Museums und des Historischen Archivs Krupp. Hier werden bereits heute weit mehr als 6,5 Millionen Fotografien in ihrer gesamten historischen wie systematischen Breite bewahrt und erforscht. Zum anderen begründet sich dies in der langen Kontinuität in Lehre und Forschung zur Fotografie, die mit der Gründung der Folkwangschule bis ins Jahr 1927 zurückreicht. Die Folkwang Universität der Künste zählt heute zu den größten Ausbildungsstätten zu Praxis, Geschichte und Theorie der Fotografie in Deutschland. Die vier Essener Institutionen haben sich bereits seit längerer Zeit zu einem Zentrum für Fotografie zusammengeschlossen, um eine starke Basis für fortgesetzte Kooperationen zu schaffen.

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