Kinder-Unfallkommission betont Wichtigkeit von rücksichtsvollem Miteinander im Straßenverkehr

26.03.2021

Ende Februar hat die im Jahre 2007 bei der Stadt Essen eingerichtete Kinder-Unfallkommission getagt.

Zentrales Thema der diesjährigen Sitzung waren schwerpunktmäßig Unfälle, bei denen minderjährige Fahrgäste des ÖPNV durch Bremsmanöver des Busses verletzt wurden, ohne dass der Unfall in einem ursächlichen Zusammenhang mit den Straßenverhältnissen steht. Konkrete betrachtet wurden nun beispielsweise die Unfallhäufungsstell im Bereich Altenessener Straße/ Vogelheimer Straße. Hier war es in der Vergangenheit zu drei Unfällen in Bussen gekommen, bei den sich Kinder verletzt hatten. Eine Erkenntnis, die aus der Betrachtung derartiger Unfälle resultiert ist die, dass sich ein zunehmend rücksichtsloses und teils aggressives Verhalten von Verkehrsteilnehmenden beobachten lässt. Insbesondere der ÖPNV scheint zunehmend als störendes Verkehrshindernis empfunden zu werden, welches immer weniger Akzeptanz erfährt. Der Zuwachs von Unfällen in Bussen oder Straßenbahnen durch gefahrenbedingte Bremsmanöver ist möglicherweise auch auf diesen Umstand zurückzuführen.

Die Unfallkommission betont daher, wie wichtig ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr ist und appelliert insbesondere an alle Verkehrsteilnehmer*innen, neben dem Fuß- und Radverkehr auch den ÖPNV besonders zu berücksichtigen. Rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr erhöht nicht nur erheblich die Gefahr, selbst in einen Unfall verwickelt zu werden, sondern gefährdet auch die Gesundheit und das Leben anderer - beispielsweise von Kindern, die mit Bus oder Straßenbahn unterwegs sind.

Zusammensetzung der Kinder-Unfallkommission

Die Kinder-Unfallkommission besteht aus Vertreter*innen der Straßenverkehrsbehörde, des Straßenbaulastträgers und der Polizei. Darüber hinaus wird ein*e Vertreter*in der Bezirksregierung zu den Sitzungen eingeladen, die einmal jährlich stattfinden. Aus der Politik unterstützen eigens hierfür ernannte Mitglieder aus den Bezirksvertretungen mit ihren umfassenden Ortskenntnissen die Arbeit. Außerdem wird auf die vielfältigen Erfahrungen der Verkehrswacht, vertreten durch den Vorsitzenden der Verkehrswacht Essen, Karl-Heinz Webels, der Ruhrbahn GmbH sowie weiterer Expert*innen vertraut.

Tätigkeit der Kommission

Die Tätigkeit der Kinder-Unfallkommission liegt schwerpunktmäßig in der Identifizierung von Unfallhäufungsstellen. Dies sind Bereiche, in denen innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr mindestens zwei Unfälle mit Kindern oder in einem Zeitraum von drei Jahren drei Unfälle mit Kindern aufgetreten sind. Diese als Unfallhäufungsstellen benannten Straßenkreuzungen oder Streckenabschnitte werden von den Mitgliedern der Kinder-Unfallkommission betrachtet. Dabei wird versucht herauszufinden, ob Defizite im Umfeld der Örtlichkeiten vorliegen. Beispiele hierfür können unter anderem schlechte Sichtbeziehungen der Verkehrsteilnehmer*innen untereinander oder - speziell aus der Sicht von Kindern - nicht optimal geschaltete Ampel sein. Sollte dies der Fall sein, werden Beschlüsse gefasst, um die aufgefallenen Defizite so schnell wie möglich zu beseitigen.

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