Trauerweide in Kettwig bleibt erhalten

14.04.2021

In der letzten Woche sind vermehrt Bürger*innen an die Stadtverwaltung Essen herangetreten, um sich für den Erhalt der Weide am Leinpfad in Kettwig zu engagieren. Für den Bereich an der Ruhr, in dem sich die Weide befindet, ist die Bezirksregierung Düsseldorf als Eigentümerin des landeseigenen Gewässers zuständig. Im Rahmen eines gemeinsamen Vororttermins auf Veranlassung der Stadt Essen erläuterte der von der Bezirksregierung beauftragte Förster, dass er bereits im Jahr 2020 massive Faulstellen in der Krone feststellen musste. Darüber hinaus lassen ein deutlicher Hohlklang und eine Rindenveränderung im unteren Stammbereich auf eine Fäulnis im Stamminneren schließen. Der Fachmann geht davon aus, dass auch der unterirdische Wurzelbereich, insbesondere wasserseits, stark geschädigt ist. Die Standsicherheit ist also leider deutlich gefährdet. In der Konsequenz wird die Weide als Gefahrenbaum eingestuft.

Zunächst werden die Starkäste im Kronenbereich weitestgehend entfernt, um die Krone und den Stamm zu entlasten. In Anbetracht der ökologischen Bedeutung der Weide ist es das gemeinsame Ziel, mit dieser Maßnahme den Baumerhalt zumindest für das Jahr 2021 sicherzustellen.

Da der natürliche, degenerative Prozess sich aber nicht aufhalten lassen wird, wird die Bezirksregierung Düsseldorf den Baum unter intensivere Beobachtung stellen. Bei Bedarf wird sie weitere Entlastungsschnitte veranlassen, um eine Gefährdung von Menschen auszuschließen. Gleichzeitig wird sie schon jetzt eine Ersatzpflanzung in der Nähe vornehmen.

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