Archäologische Funde in der Essener Innenstadt

01.06.2021

Am 25. Mai gab es in der Lindenalle direkt in der Essener Innenstadt einen Wasserrohrbuch. Zur Behebung des Schadens musste eine etwa 2 Meter tiefe und 10 Meter lange Baugrube ausgehoben werden. Die Stadtarchäologie begleitete diese Maßnahme, da es Hinweise in historischen Kartenwerken gibt, dass genau an dieser Stelle die mittelalterliche Stadtmauer verlief. Darunter befinden sich die kurz nach 1800 entstandene, sogenannte Honigmann´sche Karte sowie das Urkataster aus den 1820er Jahren.

Abgesehen von einigen alten Bruchsteinen und Ziegelresten, fanden sich allerdings bei den archäologischen Untersuchungen keinerlei Überreste, die auf diese Befestigung deuteten. Durch die umfangreichen Bodeneingriffe im 20. Jahrhundert zeigte sich der Boden als tiefgründig umgegraben, sodass dabei wahrscheinlich auch Reste der Stadtmauer gründlich abgetragen wurden. Noch im letzten Jahr hatte die Stadtarchäologie in der Lindenallee, etwa auf der Höhe der Vereinstraße, Reste der Stadtmauer gefunden.

Nichtsdestotrotz konnte die Stadtarchäologie auf der Sohle der Baugrube Schichten der etwa 100 Millionen Jahre alten Kreidemergel - sogenannte Essener Grünsande - feststellen, in denen im Jahr 2000, ebenfalls in der Lindenallee, noch große Ammoniten entdeckt worden waren.

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Blick über die Baugrube in der Lindenallee
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