RS1: Bebauungsplan für das Eltingviertel wird fortgeführt

01.10.2021

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, -planen und Bauen hat am 16. September beschlossen, das Bebauungsplanverfahren im Bereich Eltingviertel / Viehofer Platz im Zuge der Planungen des Radschnellwegs Ruhr (RS1) fortzuführen. Grundlage dafür ist ein neues städtebauliches Konzept, das dem Gremium bereits im August vorgestellt wurde.

Als nächster Schritt im Verfahren werden die Träger öffentlicher Belange beteiligt, die entsprechenden Schreiben werden in den nächsten Tagen und Wochen versendet.

Die Offenlegung des Bebauungsplanes ist im Jahr 2022 vorgesehen, der Satzungsbeschluss erfolgt voraussichtlich im Jahr 2023. Nach dem Satzungsbeschluss erfolgen die architektonischen Qualifizierungsmaßnahmen für die Fläche, wie beispielsweise ein Architekturwettbewerb.

Parallel zum Bebauungsplanverfahren ist vorgesehen, dass die Planung und Genehmigung für die Verlegung des Betriebsanschlussgleises der Firma Evonik in diesem Bereich durchgeführt wird. Zum Zeitplan ist die Stadt Essen mit den verantwortlichen Stellen, unter anderem mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW, im engen Austausch.

Zum städtebaulichen Konzept

Insgesamt entstehen auf dem rund 38.000 Quadratmeter großen Areal nach aktuellem Planungsstand auf rund 37.300 Quadratmetern Bruttogrundfläche Neubauten, die sich in etwa 240 Wohneinheiten sowie Flächen für Nicht-Wohnnutzungen und eine Kita aufteilen.

Das nun vorgestellte städtebauliche Konzept sieht eine lockere Bebauung mit durchschnittlich fünf bis sechs geschossigen Häusern vor. Angrenzend an den nördlichen Innenstadtbereich prägt das Quartier eine kompakte und dichte Bauweise, die allerdings durch Raumabfolgen von offenen und geschlossenen Bereichen Blickbezüge in die Nachbarschaft sowie in Richtung der Innenstadt ermöglichen soll. Fußgängerüberwege sorgen für eine direkte Anbindung über den Viehofer Platz an die Innenstadt und betonen die Durchlässigkeit der Quartiersstruktur.

Das vorwiegend durch Wohnnutzung geprägte Quartier wird mit Angeboten für Start-up ́s und Kleinunternehmen in Form von Kreativateliers, Coworking-Bereichen und kleinen variablen Nutzungseinheiten in den Erdgeschosszonen ergänzt.

Der RS1, der zeitlich und konstruktiv unabhängig von der Bebauung realisiert werden kann, verknüpft dabei die einzelnen Quartiersbereiche über einen Brückenschlag an der Altenessener Straße miteinander und führt auf der bestehenden Brücke über die Schützenbahn. Die Lage des RS1 auf der Höhe des derzeit vorhandenen Bahndamms ermöglicht Erschließungsmöglichkeiten der Gebäude auf unterschiedlichen Ebenen. Ein direkter Zugang vom RS1 in an die Gebäude angebundenen Fahrradgaragen steigert die Attraktivität, die Nutzung sowie den Komfort des Radschnellweges.

Zum Hintergrund

Der Landesbetrieb Straßen.NRW ist für Planung und Umsetzung des RS1 verantwortlich. Die städtebaulichen Überlegungen zur Entwicklung des Eltingviertels werden durch die Stadt Essen durchgeführt. In Abstimmung mit den Partnern und involvierten Behörden sollen die Planungen zur Quartiersentwicklung so fortgeführt werden, dass hierdurch keine Verzögerung bei der Planung und Fertigstellung eines durchgehenden Radschnellwegs Ruhr Richtung Gelsenkirchen auftreten. Voraussetzung für die Realisierung des Radschnellwegs, unabhängig von der städtebaulichen Entwicklung im Bereich Eltingviertel durch die Stadt Essen, ist die Veränderung des Betriebsanschlussgleises der Firma Evonik.

Dem nun für die Planung zugrundliegenden Konzept waren mehrere Machbarkeitsstudien und Diskussionen um alternative Möglichkeiten vorangegangen, wie der Bereich entwickelt werden und der RS1 durch das Gebiet geführt werden kann.

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