Oberbürgermeister begrüßt schwedische Gäste

13.10.2021

Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßte heute (13.10.) den schwedischen Botschafter Per Thöresson und Erik Forsberg in Essen auf der 22. Etage des Essener Rathauses.

Der Großvater von Erik Forsberg, Folke Linton, hatte dem Haus der Essener Geschichte verschiedene Exponate zur "Schwedenspeisung in Essen" zukommen lassen. Dabei handelt es sich um eine der größten aus dem Ausland finanzierten Massenspeisungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Bis zum jetzigen Zeitpunkt lagen den Essener Archivaren neben Zeitungsberichten und wenigen amtlichen Schriftstücken kaum Unterlagen zu den Schwedenspeisungen in Essen vor.

"Ich freue mich, dass wir den heutigen Tag dazu nutzen können, an den karitativen Einsatz des schwedischen Roten Kreuzes in den Nachkriegsjahren zu erinnern. Herr Forsberg, Ihr Großvater hat mit seinem Team in den Nachkriegsjahren dafür gesorgt, dass tausende Kinder dieser Stadt eine warme Mahlzeit erhalten konnten. Dank der Schenkung der verschiedenen Exponate aus dieser Zeit, ist es uns im Haus der Essener Geschichte nun möglich, ansprechend über dieses denkwürdige Engagement für die Nachkriegskinder dieser Stadt zu informieren“, so das Stadtoberhaupt.

In der Stadt Essen richtete das schwedische Rote Kreuz ab Februar 1946 zunächst 80, zweitweise bis zu 95 über das Stadtgebiet verteilte Essensausgabestellen ein. Allein im ersten Halbjahr 1946 wurden insgesamt 1.747.338 Portionen Schwedensuppe an bis zu 23.650 Essener Kinder im Vorschulalter verteilt.

Im Anschluss trug sich Botschafter Thöresson im Stahlbuch der Stadt Essen ein.

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Stahlbucheintragung des schwedischen Botschafters Per Thöresson.
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