Positive Baumbilanz für das Jahr 2020

07.12.2021

Das städtische Grün spielt bei der Bewältigung von Herausforderungen wie dem Klimawandel oder den steigenden Ansprüchen an die Lebensqualität in Städten eine große Rolle. Auch erfreut sich das urbane Grün einer immer höheren Wertschätzung und spielt bei der Wahl des Wohn- und Arbeitsortes eine wichtige, wenn nicht sogar ausschlaggebende Rolle. Eine zentrale Bedeutung hat der städtische Baumbestand, der unter anderem Luftschadstoffe und Feinstaub filtert, wertvollen Schatten spendet und dadurch vor Überhitzung schützt. Umso erfreulicher ist das Ergebnis der Baumbilanz 2020, denn Grün und Gruga kann auch für das Jahr 2020 wieder eine positive Bilanz ziehen: Insgesamt stieg die Anzahl der Bäume von 202.420 im Jahr 2019 auf 209.162 im Jahr 2020.

"Im Jahr 2013 konnten wir 194.444 Bäume verzeichnen - bis 2020 ist der Bestand um rund 14.500 Bäume angewachsen – trotz des Pfingststurms Ela in 2014 und des Orkantiefs Friederike in 2018. Das sind gute Nachrichten für die Grüne Hauptstadt Essen", sagt Simone Raskob, Umwelt-, Verkehrs- und Sportdezernentin. Die Zahlen der Baumbilanz wurden auf Basis der Liste der zu pflegenden und zu kontrollierenden Bäume auf Grundstücken der Stadt Essen erhoben. Berücksichtigt werden dabei sowohl Baumneupflanzungen, beispielsweise an Straßen oder in städtischen Grünanlagen, aber auch Bäume, die durch natürliche Verjüngung entsprechend herangewachsen sind. Bäume auf Privatgrundstücken tauchen in der Baumbilanz nicht auf. Gezählt werden die Bäume nicht mittels eines Einzelbaumkatasters, bei dem jeder einzelne Baum erfasst wird, sondern in Betrachtung sogenannter Kollektive, also gesamter Grundstücksflächen.

Baumschutz- und Entwicklung in Essener Nachhaltigkeitsstrategie verankert

Der Schutz und die Entwicklung des Stadtbaumbestandes stehen auch zukünftig weiterhin im Mittelpunkt für die Stadt Essen: Im Rahmen der kürzlich von Rat beschlossenen Essener Nachhaltigkeitsstrategie wurde festgelegt, dass Baumaßnahmen im Lebensbereich von Stadtbäumen immer auch Maßnahmen zur Verbesserung des Baumstandortes und der Leistungsfähigkeit des Stadtbaumbestandes für die Klimaanpassung beinhalten. "Um Baumstandorte zu optimieren, kommt es zum Beispiel auf die Größe der Baumgrube oder auch auf eine Verbesserung des Substrats an. Aber auch die Artenauswahl und eine gezielte Bewässerungsstrategie beispielsweise durch Baumrigolen sind wichtige Maßnahmen zum Schutz und Weiterentwicklung des Baumbestandes", sagt Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleiterin Grün und Gruga.

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