Vergabe des Grundstücks an der Heßlerstraße 210 beschlossen – 42 Einfamilienhäuser in Planung

07.04.2022

Das Grundstück Heßlerstraße 210 im Stadtteil Altenessen-Nord wird nach einem Konzept- und Bieterverfahren von der Stadtverwaltung zur Bebauung an die Firma Arsatec GmbH aus Essen veräußert. Das hat der Rat der Stadt Essen in seiner letzten Sitzung vom 30. März beschlossen. Das Unternehmen plant den Neubau von 42 Einfamilienhäusern.

Bei dem Grundstück an der Heßlerstraße handelt es sich um ein 14.000 Quadratmeter großes Areal, das die ehemalige Heßlerschule sowie den zugehörigen Sportplatz umfasst. Für dieses Neubaugebiet, das über eine öffentliche Stichstraße erschlossen wird, ist laut Bebauungsplan zur künftigen Nutzung ein reines Wohngebiet mit Einfamilien-, Reihen- oder Doppelhäusern mit maximal zwei Geschossen vorgegeben. Inhalt des Bebauungsplans ist zudem eine innovative Entwässerungsplanung, die eine Ableitung des Niederschlagswassers über eine offene Pflasterrinne in der Verkehrsfläche vorsieht. Die Leitung führt das Niederschlagswasser über eine außerhalb des Baugebiets befindliche naturnah gestaltete Regenrückhalteanlage durch eine offenes Grabensystem dem Schurenbach zu.

Konzept- und Bieterverfahren als Verkaufsgrundlage

Für den Verkauf und die Bebauung des Areals gemäß Bebauungsplan hat die Stadt Essen das Baugebiet im Frühjahr 2021 im Rahmen eines Konzept- und Bieterverfahrens angeboten. Die Veröffentlichung zog die Bewerbung von insgesamt 29 Bauträgern nach sich, die allesamt das von der Stadtverwaltung geforderte Mindestgebot von 1,3 Millionen Euro erfüllten.

Die Kombination aus Konzept- und Bieterverfahren ist ein von der Stadt Essen bereits in der Vergangenheit durchgeführter Vermarktungsprozess, der sich nicht exklusiv auf das Kriterium der Gebotshöhe beschränkt. Die Bewerber wurden aufgefordert, neben einem Kaufangebot, ein städtebauliches Konzept einzureichen – insbesondere im Hinblick auf die beabsichtigte Fassaden-, Gebäude-, Grundriss- und Freiraumgestaltung sowie Nachhaltigkeit der beabsichtigten Bebauung. Das städtebauliche Konzept mit diesen genannten Kriterien erhält dabei mit einem Verhältnis von 70:30 eine höhere Gewichtung im Auswahlprozess als die reine Angebotshöhe. Prämisse des einzureichenden städtebaulichen Konzepts war in diesem Fall zudem die durch den Käufer herzustellende Erschließung des Wohngebiets auf eigene Kosten.

Zuschlag für Konzept der Arsatec GmbH: 42 Einfamilienhäuser geplant

Den Zuschlag für den Erwerb des Gebiets erhielt die Arsatec GmbH mit einem Bebauungskonzept zur Errichtung von insgesamt 42 unterkellerten, massiv erbauten Einfamilienhäusern in Doppel- oder Reihenhäusern. Das abgegebene Konzept des Unternehmens überzeugte im Sinne der städtebaulichen Qualität besonders durch seine Vielseitigkeit: Durch unterschiedliche Hausbreiten und variantenreiche Giebel-, Dach- und Fassadengestaltungen in einem Mix aus Klinker, Putz und Glas entsteht ein vielfältiges Wohnquartier.

Zudem werden alle Häuser mit Photovoltaikanlagen und Flachdächer sowie Garagen mit extensiven Begrünungen ausgestattet. Bestandteil des Konzeptes sind ferner Anpflanzungen im öffentlichen Raum sowie die Bepflanzung jedes Grundstückes mit einem einheimischen Baum. Eine gärtnerisch gestaltete Gemeinschaftsfläche im Quartierseingangsbereich wird durch Sitzmöglichkeiten flankiert und damit zur Begegnungsstätte der Bewohner*innen der neuen Siedlung erweitert.

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Visualisierung der Arsatec GmbH für das Grundstück an der Heßlerstraße 210.
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